Für Dialog in Energiepolitik
15.03.2010 - MAINZ
Von Ute Schorradt
SCHOTT Deutsch-französische Gruppe informiert sich
Die deutsch-französische Freundschaftsgruppe, bestehend aus französischen Senatoren sowie Ministern und Staatssekretären der deutschen Bundesländer, war zu Gast bei der Schott AG. Im Mittelpunkt standen dabei Gespräche über erneuerbare Energien, "weil das Thema Energie und Versorgungssicherheit in Europa ein gemeinsames Anliegen ist genauso wie das Thema Klimaschutz", sagte die amtierende Vorsitzende der Gruppe auf deutscher Seite, Umweltministerin Margit Conrad. "Politik muss Rahmenbedingungen setzen, aber dann braucht man Unternehmen, die das umsetzen und das können", erklärte sie.
Die Schott AG informierte die Teilnehmer darüber, welchen Beitrag Solartechnologie zu einem länderübergreifenden Ausbau der erneuerbaren Energien leisten könne. Prof. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der Schott AG, betonte, dass ein deutsch-französischer Dialog bei der Energiepolitik entscheidend sei. Außerdem stellte er den Teilnehmern das Wüstenstromprojekt "Desertec" vor, an dem Schott beteiligt ist. "Solarenergie ist ohne Frage eine Schlüsseltechnologie, um den zentralen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen: Wir brauchen eine gesicherte Versorgung mit Energie zu vernünftigen Preisen, die gleichzeitig ressourcen- und klimaschonend ist", sagte Ungeheuer.
Unternehmenssprecher Klaus Bernhard Hofmann stellte die These auf, dass "mit weniger als vier Prozent der Fläche der Sahara der heutige Strombedarf der Welt gedeckt werden könnte". Ministerin Conrad verkündete zum Thema erneuerbare Energie: "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, die einzige Frage, die sich in Europa stellt, ist: Sind wir dabei oder sind wir nicht dabei? Die erneuerbaren Energien bergen nicht nur enorme Potentiale für den Klimaschutz und eine sichere Energieversorgung. Eine moderne Klima- und Energiepolitik bietet auch große wirtschaftliche Chancen." Der länderübergreifende Austausch der Freundschaftsgruppe habe dazu geführt, dass Ideen mitgenommen wurden, die dann in den eigenen Gremien und Politikfeldern der einzelnen Teilnehmer weitertransportiert werden könnte.
Die deutsch-französische Freundschaftsgruppe soll zum einen die Beziehungen zwischen beiden Ländern vertiefen. Zum anderen dient sie dem Austausch von Erfahrungen und Informationen. Bei jedem Treffen werden aktuelle politische Fragen erörtert. Auf französischer Seite wird die Gruppe von der Vorsitzenden Senatorin Catherine Troendlé geleitet.

