D-RUN Experten bereiten zehn Läufer auf die Strecke vor
(kge). Sport und Diabetes - das sollte kein Widerspruch sein. Zumindest wenn es nach den Machern des "D-Run" geht. Zehn Diabetiker nehmen an dem Projekt teil - mit einem gemeinsamen Ziel: Alle wollen trotz ihrer Krankheit die Halbdistanz des Gutenberg Marathons 2010 am 9. Mai in Mainz laufen. Dabei werden sie von Experten aus dem sportlichen und medizinischen Bereich regelmäßig kontrolliert, trainiert und unterstützt. Und auf dem Weg zu "Doku-Stars" sind sie auch noch: alle 14 Tage kann man in der Internet-Doku-Soap "D-Run - Mein Leben. Mein Diabetes. Mein Lauf." unter www.d-run.de miterleben, welche Höhen und Tiefen die Teilnehmer durchmachen. Und natürlich, ob die zehn Männer und Frauen ihr Ziel erreichen: den Halbmarathon.
Prominente Unterstützung haben sie: Harald Schmid, ehemaliger Europarekordler über 400 Meter Hürden und zahlreichen Sportfans noch bekannt aus seinen packenden Duellen gegen den ewigen Rivalen Edwin Moses, fungiert auch bei der zweiten Auflage des "D-Run" als Sportlicher Leiter. "Mit der Verfilmung erreichen wir eine breitere Öffentlichkeit und machen das Projekt über die regionalen Grenzen hinaus bekannt", so der frühere Leichtathletikstar und jetzige Doktor der Sportwissenschaft.
Medizinisch betreut werden die Teilnehmer von der Universitätsmedizin Mainz. Dr. Felix Post, Facharzt für Innere Medizin und selbst aktiver Läufer, hat die "D-Runner" untersucht und ihre Belastbarkeit getestet. Zudem nimmt er an jedem Training teil und ist sich sicher: "Kein Sport zu machen ist genauso ungesund wie Rauchen."
Mit der Aktivität der Diabetiker können Spätfolgen der Krankheit vermieden und damit die Lebensqualität nachhaltig verbessert werden. "Wir wollen Sport zum Medikament machen und da jedes Arzneimittel einen ausführlichen Beipackzettel hat, haben wir die Aufgabe, eben diese Anleitung zu geben", so Post.
Angefangen bei einer professionell durchgeführten Laufanalyse und einer kompetenten Beratung bei der Wahl des Schuhwerkes fingen die "D-Runner" ganz klein an: "Ich habe erstmal laufen lernen müssen", erzählt Andreas Eck. Mittlerweile laufe er 50 Minuten ohne Probleme - mit 115 Kilogramm, so Eck stolz.
Wie erfolgreich der "D-Run" sein kann, bewies Heinz Malchus, Teilnehmer am letztjährigen Projekt: "Wir haben damals alle die kompletten 21 Kilometer absolviert."

