Von Katharina Munsch
WISSENSCHAFT "Zeit Reise" im Fokus
Zufriedene Gesichter so weit das Auge blickt: Mit buchstäblich stolz geschwellter Brust blickten Oberbürgermeister Jens Beutel, der rheinland-pfälzische Wissenschaftssekretär Michael Ebling und Professor Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität und Sprecher der Mainzer Wissenschaftsallianz auf das vergangene Jahr zurück. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Landeshauptstadt zu einem von bundesweit zehn "Treffpunkten der Wissenschaft" benannt. In Mainz standen sämtliche Aktionen und Veranstaltungen unter dem Motto "Zeit Reise" und seien samt und sonders bestens angenommen worden.
"Ein gelungener Aufgalopp" seien die vergangenen Monate gewesen, da ist sich Beutel sicher. Dennoch hat der OB gleich noch viel größeres im Sinn, schließlich läuft gerade die Mainzer Bewerbung um den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011". "Ich denke, dass wir eine sehr gute Chance haben", ist sich Beutel sicher.
Schon in den vergangenen Monaten hatten mehr als dreißig wissenschaftliche Einrichtungen das Motto "Zeitreise" engagiert mit Leben gefüllt. Dabei die Mainzer Forschungsfrage "Wie wird man ein Volk?", die Schüler im Rahmen des Wettbewerbs "Geschichte" unter die Lupe nehmen konnten, der Sonderzug "Expedition Zukunft", der in der Stadt Station machte, die "Night of the Profs" mit ihren über 800 Besuchern und auch der schon traditionelle Wissenschaftsmarkt Mitte September auf dem Gutenbergplatz. Allenthalben machten sich vor allem die jungen Mainzer auf gemeinsame Forschungsexpeditionen. Für OB Beutel eine der Hauptanliegen im beinahe abgelaufenen Jahr: "Das Geschichtsbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen in der Stadt fordern und fördern."
"Ein solches Jahr stärkt das Bewusstsein für unsere wissenschaftlichen Einrichtungen und verschafft ihnen das, was jeder für seine Arbeit braucht: Einen anerkennenden, gesellschaftlichen Resonanzboden", so Staatssekretär Ebling und auch Uni-Präsident Krausch sah die Existenz der Mainzer Wissenschaftsallianz einmal mehr bestätigt: "Wir haben bewiesen, dass die Allianz kein Papiertiger ist."
Besonders der Beginn des neuen Jahres werde nun vom bereits erwähnten Wettbewerb dominiert sei. Eine Entscheidung wird für das kommende Frühjahr erwartet. "Die Stadt will auf jeden Fall gewinnen", bekräftigte Krausch einmal mehr.

