KINDERTAGESSTÄTTEN Konzept dient als Wegweiser für pädagogische Arbeit / Technik, Medien und starke Kinder nun Arbeitsfelder
(atr). "Innerhalb von zehn Jahren verändert sich einiges, daher war eine Anpassung erforderlich", erklärte Sozialdezernent Kurt Merkator gestern bei der Vorstellung des überarbeiteten pädagogischen Rahmenkonzepts für Kindertagesstätten in Mainz. Ein Jahr lang hatte sich eine Arbeitsgruppe von acht Personen, bestehend aus Kita-Leiterinnen und Dezernatsvertretern, in bestimmten Abständen getroffen, um die Konzeption inhaltlich zu überarbeiten und an aktuelle pädagogische Entwicklungen anzupassen. Herausgekommen ist "ein wirklich gutes Ergebnis, das als Wegweiser dient und zudem für Transparenz sorgt", so Merkator. Der breit angelegte Prozess beachte sowohl alle Veränderungen auf fachlicher Ebene als auch bei den Lebensbedingungen der Kinder seit dem letzten Entwurf.
Im Jahr 2000 hatte die Abteilung Kindertagesstätten im Amt für Jugend und Familie erstmals eine solche Konzeption für die Landeshauptstadt erarbeitet, um einen Einblick in die Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit der städtischen Kitas zu gewähren. Sie "verdeutlicht Haltungen und pädagogische Grundwerte, denen Kinder begegnen, wenn sie die städtischen Einrichtungen besuchen", heißt es in der neuen Broschüre.
"Vieles ist geblieben, weil es zur Norm gehört, aber im Vergleich zur letzten Ausarbeitung sind mehrere Neuerungen hinzugekommen", gab Günter Meder, Fachberater der Abteilung Kindertagesstätten, an. So seien der Beobachtungs- und Dokumentationsleitfaden sowie die pädagogischen Arbeitsfelder "Naturwissenschaften" und "Mathematik" nun viel detaillierter. Ganz neu sind die Themen "Technik", "Medien" und "geschlechtssensible Arbeit" sowie das Arbeitsfeld "Starke Kinder" mit Unterpunkten wie "Soziales Lernen" und "Bewegung".
Insgesamt habe die Arbeitsgruppe vor allem aus der Sicht eines Kindes gedacht, erläuterte die Leiterin der Abteilung Kindertagestätten, Bärbel Leske. "Wir sind nicht von der Perspektive ausgegangen: `Was wollen wir den Kindern überstülpen?`, sondern haben uns daran orientiert, was für Kinder wichtig ist und was sie gerne machen, damit deren Potenziale gefördert werden."

