Von Andreas Schröder
Zum Einsatz eines 45-Tonnen-Krans kam es am Dienstagabend gegen 20 Uhr bei der Rettung eines 30-jährigen Mannes aus dem fünften Stock eines Gebäudes an der Ecke Kaiser-Karl-Ring/Kreyßigstraße nach einem medizinischen Notfall.
Der Leiterwagen, der zur Unterstützung der Rettungskräfte gerufenen Berufsfeuerwehr, reichte nicht aus, das Gewicht des etwa 300 Kilogramm schweren Mannes zu tragen. Daher half die Firma Riga mit einem Kran. Der Patient wurde vom Balkon der Wohnung aus auf eine Matratze im Korb der Krans gelegt. So konnte der Mann nach unten gebracht werden.
Eine Rettung des nicht gehfähigen Mannes über die Treppe des Mehrfamilienhauses in der Neustadt war nicht möglich. Der Einsatzleiter der Feuerwehr schätzte, dass zehn Personen notwendig gewesen wären, um den Mann zu tragen. Für die Retter wäre im engen Treppenhaus kein Platz gewesen.
Ein Spezialfahrzeug aus Wiesbaden musste für die Fahrt ins Krankenhaus bestellt werden. Das Fahrzeug des vom Hausarzt gerufenen Arbeiter-Samariter-Bundes sei nicht entsprechend ausgestattet gewesen. Sorgen während der zweistündigen Aktion bereitete der Polizei eine Gruppe von Schaulustigen, die sich zeitweise direkt unter der Transportbühne des Krans positioniert hatte. Die Kreyßigstraße musste für die Dauer des Einsatzes gesperrt werden.


Toleranz auf Mainzer Art
Ist wirklich interessant, welche Toleranz hier einige Kommentatoren an den Tag legen. Insbesondere die Argumentation seitens Aita sind klasse. Kaum geht es mal nicht um Mainz 05 oder das Stadion soll doch jeder sehen wie er alleine klar kommt. Dass aber die Allgemeinheit für die Risiken des Stadiobaus haften soll, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Wie wäre wohl sein Kommentar ausgefallen, wenn der 300 Kg-Mann im Mainz 05 Schlafanzug auf dem Bild zu sehen gewesen wäre?