AUSZEICHNUNG Ministerin Dreyer ehrt Vorsitzenden des Behindertenbeirats
(eas). Der Staat könne Bürgersinn nicht verordnen, er könne ihn aber fördern, zitierte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) Worte des Bundespräsidenten Horst Köhler anlässlich der Auszeichnung von sieben Bürgern mit der Staatsmedaille des Landes für besondere soziale Verdienste. Geehrt wurde unter anderem Dr. Sven Drebes, der Vorsitzende des Behindertenbeirats der Stadt Mainz.
Der Staat lebe vor allem von dem, was Menschen über das Normale hinaus leisten, sagte Dreyer in ihrer Laudatio. "Es ist immer wieder interessant zu hören, was es für ein vielfälti-ges soziales Engagement in Rheinland-Pfalz gibt", so die Ministerin. Mit der Staatsme-daille solle öffentlich Dank und Anerkennung ausgesprochen werden. Die Ehrung solle aber "auch Ansporn sein für andere Menschen, dem guten Beispiel zu folgen".
Sven Drebes habe sich schon früh in seinem Leben in der Behindertenselbsthilfe enga-giert und sich für mehr Barrie-refreiheit eingesetzt. Bereits während seiner Studienzeit arbeitete der heutige wissen-schaftliche Mitarbeiter der Uni Mainz als Behindertenreferent des Allgemeinen Studentenausschusses. Zusammen mit der Behindertenbeauftragten der Stadt habe Drebes "entscheidenden Anteil"" daran, dass sich Mainz heute als barrierefreie Stadt präsentieren könne. Auch auf Bundesebene setze er sich vehement für die Umsetzung der Gleichstellungsgesetzte für behinderte Menschen ein, so die Ministerin.
Ebenfalls mit der Staatsme-daille ausgezeichnet wurden Siegfried Pick, der Ausländer-pfarrer der Gemeinde Bad Kreuznach, Hans Rudolf Kiefer aus Oberkail, Hilde Böttcher und Raimund Lautensack aus Ludwigshafen, Alois Michel aus Ingelheim und Rheinhold Spitzley aus Trier.


