Von Bernd Funke
OFFENE DENKMÄLER Programm am Sonntag lockt Besucher
Noch bevor am Sonntag zum 17. Tag des offenen Denkmals Schloss und Zitadelle, Römisches Theater und Karthäuserhof, Christuskirche und Lutherkirche sowie Heilig-Geist-Spital Kapelle und alte Weisenauer Synagoge in den Mittelpunkt des Interesses geschichtsbewusster Mainzer rücken, spielt sich die "Ouvertüre" zum Denkmalstag bereits am morgigen Samstag in der Grebenstraße ab. Hier öffnet die Dombauhütte zwischen 10 und 17 Uhr ihre Pforten und gewährt Einblick in seine unterschiedlichen Werkstätten.
Am Sonntag stehen die anderen Anziehungspunkte für einen Besuch offen. Zwischen 10 und 18 Uhr ist Leben auf der Zitadelle. Von 11 bis 17 Uhr werden stündlich Führungen über das Gelände und durch die unterirdischen Gänge angeboten. Einen Steinwurf weiter, im Römischen Bühnentheater (Eingang über Bahnsteig 4), haben sich Dr. Gerd Rupprecht und sein Helferteam auf Gäste eingerichtet, die zwischen 10 und 17 Uhr kommen. Es gibt ein neues Kunstwerk aus der Theatergrabung zu besichtigen, die Playmobil-Legion ist auf rund 5600 Mann angewachsen, für Kinder und Erwachsene gibt es Literatur, Spiele der Römerzeit. Öllämpchen, IRM-Wein und -Brezel werden angeboten - und natürlich jede Menge an Informationen. Beispielsweise über die Konservierung der Theaterarchitektur. Und wer wissen will, wie einst der Göttin Isis geopfert wurde, kann um 12, 14 und 16 Uhr "echte" Opferzeremonien erleben.
Wer die Hauskapelle des ehemaligen Heilig-Geist-Spitals, die seit 1963 "Gutenberg-Burg" der Mainzer Schlaraffen ist, besichtigen möchte, hat dazu zwischen 11 und 17 Uhr Gelegenheit. Führungen finden nach Bedarf statt. Kinderführungen durch die Christuskirche (10 bis 18 Uhr) werden um 15, 16 und 17 Uhr angeboten. In der Evangelischen Lutherkirche am Zitadellenweg (11 bis 17 Uhr) gibt es laufend PC-Präsentationen und um 17 Uhr ein Konzert mit der Voces cantantes. Die alte Weisenauer Synagoge (Wormser Straße 31) ist zwischen 11 und 16 Uhr zu besichtigen. Um 11 Uhr wird eine Fotoausstellung über die Synagoge eröffnet. Anschließend findet die erste Führung statt. Eine weitere Führung wird um 14.30 Uhr angeboten.
Ein besonderer Leckerbissen ist an diesem Tag des offenen Denkmals, der bundesweit unter dem Motto "Historische Orte des Genusses" steht, das Weingut Karthäuserhof in Hechtsheim, der Jahrhunderte lang im Besitz der Karthäuser-Mönche war. Über seinen 15 Meter unter der Erde liegenden tonnengewölbten Kellern aus der Mitte des 18. Jahrhundert steht das spätbarocke winkelförmige Wohnhaus. Zur Führung geöffnet ist der Karthäuserhof um 15 Uhr. Im Rahmen der Hechtsheimer Winzertage spielt die Big Band des Musikvereins Hechtsheim.

