Von Michael Heinze
Gutenberg-Akademie nimmt Juniorforscher auf
Die Gutenberg-Akademie der Johannes Gutenberg-Universität hat gestern Abend im Dekanatssaal des Hauses Recht und Wirtschaft vier neue Juniormitglieder aufgenommen, die auf dem Weg zur Erlangung des Doktorgrades ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten demonstriert haben.
Sebastian Altenhöfer promoviert zwar im Fachbereich Medizin, doch seine fachlichen Ursprünge liegen in der Chemie. Ziel seiner Arbeit ist es, den Mechanismus der anti-oxidativen Aktivität des Enzyms PONS2 aufzuklären und einen Zusammenhang zu anderen Funktionen des Proteins wie die Verminderung einer bestimmten Form des programmierten Zelltods zu untersuchen. Mit seinen Forschungsbeiträgen ist der 28-Jährige jetzt schon mit Beiträgen in renommierten internationalen Zeitschriften vertreten.
Manuel Förster arbeitet seit zwei Jahren am Dissertationsprojekt mit dem Titel "Motivationale und organisationale Einflussfaktoren auf die Reformumsetzung im Unterricht - eine empirische Studie". Der 29-Jährige schlägt eine Brücke zwischen psychologisch orientierter Mikroforschung und der soziologisch orientierter Makroforschung. Damit schließt er ein Gefälle, das seit Jahren von der Forschung beklagt wird.
Tobias Preis beschäftigte sich bereits in seiner Diplomarbeit mit der Analyse von Finanzmärkten. Seit gut zwei Jahren geht der 27-Jährige der Frage auf den Grund, mit welchen Methoden und Modellen der Physik der Finanzmarkt beschrieben werden kann. Ziel seiner Arbeit ist es, moderne elektronische Börsensysteme am Computer mit dem kleinstmöglichen Regelwerk zu simulieren, so dass virtuelle Börsenhändler möglichst realitätsnah agieren. Dass die Forschung von Preis auch für die Praxis höchst relevant ist, sieht man daran, dass er bei der Aktionärsversammlung der Deutschen Bank reden durfte.
Tobias Seidl promoviert seit einem Jahr im Bereich Neueste Geschichte. Mit seinem aktuellen Dissertationsprojekt zum "Deutungshorizont deutscher Generäle im Zweiten Weltkrieg" ist der 27-Jährige auf internationalen Tagungen vertreten - deshalb fehlte er auch bei der Aufnahmeveranstaltung.

