Von Sascha Diehl
Drei junge Mainzer Forscher bei Landeswettbewerb in Ludwigshafen
/LUDWIGSHAFEN. 52 junge Nachwuchsforscher, 40 Projekte, eine kritische Jury und jede Menge angespannter Gesichter: Gestern hat die Entscheidung des 44.Landeswettbewerbs "Jugend forscht" begonnen. Das Wettbewerbsmotto lautet in diesem Jahr "Du willst es wissen" - und unter den Teilnehmern, die zuvor auf Regionalebene die Jury überzeugen konnten, sind bei der BASF auch drei junge Mainzer Forscher dabei.
Alexander Roth (19), Physikstudent an der Johannes Gutenberg-Universität, simuliert "Interferenzbilder an n-fachen Spalt". Er erklärt: "Wenn man Licht durch ein optisches hell-dunkel Gitter schickt, breitet es sich aus." Roth deutet auf eine Reihe von auf eine Wand geworfenen Punkten, die auf einer Linie liegen. Kippt das Gitter, biegt sich die Linie. Welchen Nutzen sein Beweis hat, kann er noch nicht sagen, aber es habe ihn bereits ein Physiker von Schott angesprochen und betont, der Effekt sei wichtig.
Greifbarer präsentiert sich das Projekt von Kim Virginia Korrells, die gerade ihr Abitur an der Maria-Ward-Schule gemacht hat. Sie untersucht die Entwicklung des Siedlungsbildes von Saulheim. Ihr Befund - Saulheim geht es wie vielen Städten im Land: Erst Wachstum, Neubau- und Gewerbegebiete, dann Teuerung, kleinere Grundstücke und höhere Gebäude. Ein weiterer Effekt, den die 18-Jährige, die mit dem Bauamt der VG Wörrstadt zusammengearbeitet hat, nachweisen konnte: Die Gesellschaft altert, auch in Saulheim.
Was Heilquellen mit dem menschlichen Körper anstellen hat Anne Sophie Funk (18), Abiturientin des Gutenberg-Gymnasiums, untersucht. Am Beispiel der Eltviller Salzquelle - die gar keine Heilquelle ist - hat sie überprüft, wie sich Radon auf den Körper auswirkt. Ihre Analysen, die sie im Institut für anorganische und analytische Chemie der Johannes-Gutenberg-Universität und als Praktikantin beim Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht gemacht hat, fallen zwiespältig aus. Es sei die Frage, so Funk, ob Radon positiv wirke, weil regenerative Prozesse in Gang gesetzt würden - oder ob der negative Aspekt, die Strahlung, überwiege.
Die Ergebnisse im Landesentscheid werden am heutigen Freitag ermittelt.

