Das nächste Ziel heißt „Meister“
08.02.2012 - MAINZ
Von Carolin Machold
MUSIK ALEXANDER Instrumentenmacher Sebastian Croneiß bei Leistungswettbewerb erfolgreich
Eine besondere Ehre für herausragende Leistung wurde gestern Metallblasinstrumentenmacher Sebastian Croneiß zuteil. Der 22-Jährige hat beim Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks auf Bundesebene den zweiten Platz erreicht und erhielt dafür vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Rheinhessen, Dr. Stefan Zimmer, die Siegerurkunde.
Ausgebildet wurde der Preisträger in der Gebrüder Alexander Musikinstrumentenfabrik, wo er nun als Geselle arbeitet.
„Ich habe schon immer gewusst, dass ich einen handwerklichen Beruf erlernen wollte”, berichtet der aus dem südpfälzischen Rheinzabern Stammende. Recht spontan sei ihm dann die Idee des Musikinstrumentenmachers gekommen. Beim weltweit bekannten Traditionsbetrieb Alexander einen Ausbildungsplatz zu erhalten erschien dem Abiturienten, der selbst Horn spielt, zuerst unvorstellbar. Doch er überzeugte Ausbildungsleiter Dieter Ultes durch sein Geschick im Einstellungstest. Ultes freute sich sehr über den Erfolg seines Zöglings. Dass er beim bundesweiten Wettbewerb so erfolgreich sein konnte, schreibt Sebastian Croneiß nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Ausbildungsstätte zu.
Die 1782 gegründete Firma beschäftigt rund 70 Mitarbeiter, davon allein zehn Meister, und ermöglicht somit ein außergewöhnliches Ausbildungsniveau im Bereich der Instrumentenherstellung. Georg Philipp Alexander, Unternehmensleiter in der siebten Generation, zeigte sich hochzufrieden über die Leistung des Nachwuchsgesellen. Obwohl der Betrieb fast jährlich am Wettbewerb teilnimmt, freue er sich über jeden einzelnen erfolgreichen Schützling. Nicht zuletzt deshalb, weil Fachkräftemangel ein großes Problem für die Firma darstelle.
Sebastian Croneiß plant nun seine Weiterbildung zum Meister, auch wenn der Besuch der zuständigen Schule in Ludwigsburg einigen Organisationsaufwand für ihn bedeutet.


