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Mainz 

Bauausschuss Mainz: Noch keine Lösung für Sternwarte - Schließung im Dezember?

18.08.2011 - MAINZ

Von Michael Heinze

Was die drohende Schließung der Sternwarte in der Turmkuppel der Anne-Frank-Schule zum Jahresende anbelangt, ist die Verwaltung „mit Hochdruck dabei, eine Lösung vorzubereiten, von der ich hoffe, dass sie akzeptiert wird“. Das erklärte Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) am Donnerstagabend im Bauausschuss.

Sie versuche, „einen Lösungsweg zu finden, der die Kosten so minimal hält wie möglich und ich hoffe, dass die öffentliche Aufregung sich auch dadurch legt, dass wir Vorschläge machen können". Die bekannten Mängel bei Sicherheitsstandards und Rettungswegen fielen laut Grosse im Jahr 2005 auf. Aufgrund der Schwere der Mängel ist eine Nutzung der Sternwarte im jetzigen Zustand ohne Beseitigung der Mängel nicht vertretbar“, so die Beigeordnete. Wegen der Gefahr für Leib und Leben müsse durch das Bauamt zum 31. Dezember eine „Nutzungsuntersagung“ erfolgen. „Wir hoffen, dass wir bis zum 31. Dezember Lösungsmöglichkeiten finden – das kann ich aber vor dem Hintergrund der Diskussion um den Entschuldungsfonds nicht versprechen.“

Auf ihre Anweisung hin werde der Kostenvoranschlag für die Sanierung der Innentreppe und den Bau einer zusätzlichen Außentreppe – nach AZ-Informationen war von insgesamt 1,15 Millionen die Rede – nochmals überprüft. Einen Zuschuss von Land oder Bund zu erhalten, sei „nahezu aussichtslos“, stellte Grosse klar. „Denn die Sternwarte ist eine absolut freiwillige Leistung.“

Nur Zustimmung für Wohngebiet im Heiligkreuzweg

Bei zwei Gegenstimmen auf den Weg gebracht hat das Gremium das Bauleitplanverfahren für Möbel Martin im Wirtschaftspark Süd. Erster Spatenstich soll am 21. September sein. Eine Gegenstimme und eine Enthaltung gab es beim Bauleitplanverfahren für das Studentenwohnheim auf dem Kisselberg. Grosse sagte, dass die Anbindung an die Koblenzer Straße „topografisch schwierig“ sei. Auf die Bemerkung der CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Andrea Litzenburger, dass „die Preise für die Zimmer mit Sicherheit recht hoch“ seien, betonte Grosse: „Unser Ziel besteht darin, die Warmmiete keinesfalls über 300 Euro hinauswachsen zu lassen.“ Dass das neue Wohnheim K3 nahe der Coface Arena dieses Mietniveau überschreite, sei eine „Ausnahmesituation“.

Nur Zustimmung gab es für das Bauleitplanverfahren zum neuen Wohngebiet im Weisenauer Heiligkreuzweg. Bestand sind dort 64 Wohneinheiten, geplant zusätzlich 70 bis 90. „Da soll städtebaulich behutsam nachverdichtet werden“, erläuterte Grosse. „Was hier stattfindet, wird nach meiner festen Überzeugung auf ein positives Echo stoßen.“

Mit Blick auf das zweite Ludwigsstraßenforum am Donnerstag, 1.September, 18 Uhr, im Frankfurter Hof mit dem Fokusthema „Einzelhandel“, bekräftigte Grosse, dass der Stadtvorstand sich diesmal mit längeren Statements „sehr zurückhalten“ werde. „Das Wort werden im Wesentlichen das Gutachterbüro Bulwien und Investor ECE mit der Vorstellung ihres groben Konzepts haben.“ In die Diskussion mit der Öffentlichkeit wolle man diesmal früher einsteigen – „schon nach der Vorstellung des Gutachtens“.

Die Sternwarte in Mainz. Archivfoto: privat

Die Sternwarte in Mainz. Foto: privatVergrößern

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