„Alles Uke“ auf vier Saiten
29.07.2011 - MAINZ
Von Anna Tillmann
KONZERT Ukulele-Musiker führen durch alle Kulturkreise / Instrument stammt aus Hawaii
Mainz lebt auch bei schlechtem Wetter auf seinen Plätzen. Das drohende Gewitter mit Donnergrollen und Blitzen und selbst ein kräftiger Regenguss gegen Ende konnten gestern Abend weder die Zuschauer und noch weniger die Akteure des Ukulele-Konzerts „Alles Uke“ auf dem Bischofsplatz schrecken.
Als sei „bei den paar Tropfen“ nichts dabei, spielte die Kombi aus etwa 30 Ukulelenfreunden - die sich über ein Internetforum zu dem Konzert verabredet hatten und teilweise weite Wege aus Bremen oder Bayern auf sich nahmen - mit ihrem Programm gegen den Donner an. Die Zuschauer, die unter Schirmen, Capes und Bäumen Zuflucht fanden, nahmen es gelassen und tanzten fröhlich zu Liedern wie „Barfuß im Regen“ und „Somewhere over the Rainbow“.
Auch ohne Zuschauer hätten die Musiker auf ihrer Bühne wohl jede Menge Spaß am Spielen gehabt. Ausgestattet mit bunten Hawaiiketten, sorgte „Alles Uke“, das Ukulelenorchester des 1. Deutschen Ukulelenklubs für jede Menge gute Laune. Verdient hatten sie die tapferen Zuschauer und ihren Applaus mit allemal.
Durch alle Kulturkreise und Genres ging es mit dem Programm, von Pop über Schlager, von Seemannsliedern bis zum 50er-Jahre-Medley und zu hawaiianischen Melodien. Die Ukulele, die ursprünglich aus Hawaii stammt und oft als Kindergitarre verspottet wird ist, auch wenn sie nur vier Saiten hat, sehr vielseitig. „Und absolut im Kommen“, wie Michael Pfeifenroth, Mainzer und Mitorganisator des Konzerts bekräftigt. Das „G-Wort“ ist bei den „Uken“ ohnehin streng verboten. „Sagen Sie bloß nicht Gitarre, Klampfe, oder so was“, stellt Inge Schauermann, Kostheimerin und Mitorganisatorin des Konzerts, klar. „Die Ukulelenspieler haben ihren Stolz.“

