Messe "Stijl" als Treffpunkt für die kreative Szene in Mainz - Interesse ist groß
27.06.2011 - MAINZ
Von Andreas Schröder
Das Design- und Mode-Festival „Stijl“ ist spätestens seit seiner vierten Auflage im Januar 2011 ein Fixpunkt im Mainzer Terminkalender. Die „Stijl Sommer 2011“ am vergangenen Wochenende markierte einen weiteren Meilenstein in dieser Erfolgsgeschichte. Mit der „Sprechzijt“, einem neuen Baustein des Rahmenprogramms zum Thema Existenzgründung, etablierte sich die „Stijl“ endgültig als Messe für junge Kreative, die ihre Ideen nach ihren eigenen Vorstellungen frei umsetzen möchten.
Fünf Jungunternehmer präsentieren ihr Projekt
„Ich denke, wenn man Bock darauf hat, dann macht man schon das Richtige“, sagte der Nachwuchsdesigner Dirk Modrok in der Auftaktveranstaltung der „Sprechzijt“ am Samstagmittag. Modrok ist einer von fünf Mainzer Kreativen, die im Rahmen des neuen Programmbausteins ihr Projekt in einem Vortrag präsentierten und anschließend das Gespräch mit dem Publikum suchten. Neben Modrok stellten sich auch das Szene-Café „Annabatterie“, das Skateboardlabel „Olson & Hekmati“ und die Messebauer „2 im Sinn“ vor. David Gutsche, Projektleiter des Mainzer Stadtmagazins „Sensor“, sprach am Sonntagnachmittag über das Blattmachen.
Auch wenn die Ansätze der Referenten wohl nicht beliebig übertragbar sind, zeigte sich doch vor allem eines: Um Erfolg zu haben, braucht es neben einer guten Idee und einem ansprechenden Produkt vor allem unternehmerischen Mut. „Ich bin kein Businessman“, stellte Dirk Modrok am Samstag leicht amüsiert fest. „Ich mache einfach Dinge.“
Forum für die kreative Szene
Mit der „Sprechzijt“ wollen die „Stijl“-Macher der „jungen kreativen Szene in Mainz“ ein Forum bieten – motiviert nicht zuletzt durch die Erinnerung an die eigene Anfangszeit, wie „Stijl“-Sprecher Bastian Steineck bestätigt. Das große Interesse des Publikums auf die insgesamt sechs Vorträge zeige, dass das Konzept funktioniert. „Mit den fünf Mainzern haben wir die richtigen Protagonisten gefunden, um die Szene zu reflektieren“, ist Steineck überzeugt. „Wir wollen die „Sprechzijt“ 2012 in jedem Fall fortführen oder vielleicht sogar ausbauen.“
Auch insgesamt konnte die aktuelle „Stijl“ die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Mit knapp unter hundert Ausstellern stieg deren Anzahl im Vergleich zum Januar um fast ein Drittel. Das parallel laufende Johannisfest tat den Besucherzahlen keinen Abbruch. Bereits kurz nach Mittag konnte Steineck gestern den erfolgreichsten Sonntag der „Stijl“-Geschichte vermelden und zeigte sich zuversichtlich, dass man die angestrebten 4.500 Besucher erneut erreichen werde.

