Bewegung fürs Herz
17.05.2011 - MAINZ
Von Silvia Dott
KINDERAKADEMIE Spielerischer Gesundheitstag mit Besuch von 05ern
Das menschliche Herz schlägt 50- bis 100-mal in der Minute. Im gesamten Leben sind das unvorstellbare vier Milliarden mal! Wie man dieses extrem beanspruchte Organ mit Bewegung gesund hält, wurde Kindern und Jugendlichen beim Gesundheitstag auf dem Gelände der Universitätsklinik gezeigt.
Eingeladen hatte die II. Medizinische Klinik für Kardiologie und die Stiftung Mainzer Herz. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Fußball-Erstligisten 1. FSV Mainz 05. Der Gesundheitstag war Auftakt zur Kinderakademie Gesundheit der Stiftung Mainzer Herz, zu der Schulklassen aus Rheinland-Pfalz eingeladen sind.
Munter liefen kleine Kicker umher, dribbelten auf einem Parcours mit dem Ball um orangefarbene Leitkegel herum. Wer wird Sieger beim Torwandschießen? Mainz 05-Stadionsprecher, Klaus Hafner, moderierte den Wettkampf und feuerte die Spieler auf gewohnte Weise an. Die Gewinner bekamen Freikarten für ein Spiel in der Coface-Arena. Der erste Preisträger wurde mit einer VIP-Freikarte mit Bewirtung beim Spiel bedacht.
Hoch her ging es, als Mainz 05-Trainer Thomas Tuchel sowie Torwart Heinz Müller und Abwehrspieler Jan Kirchhoff gut gelaunt Autogramme gaben.
Wer sich über seinen Körper informieren wollte, besichtigte das riesige begehbare Herz-Modell. In interaktiven Vorträgen erarbeiteten Professor Münzel und der Mannschaftsarzt von Mainz 05, Dr. Stefan Rimoldi, warum es besser ist, nicht zu rauchen und immer in Bewegung zu sein.
Im Foyer des Hörsaals der Chirurgie war das von der Klinik entwickelte Herz-Kreislauf-Spiel aufgebaut. „Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat uns dafür mit 10 000 Euro ausgezeichnet“, berichtete der Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik, Professor Thomas Münzel.
Medizinstudentin Lea von Bialy stand den wissbegierigen Kindern an den großen Herz-Lungenmodellen des Spiels Rede und Antwort. Das Herz pumpt im Ruhezustand fast das ganze Blutvolumen, etwa fünf Liter, durch den Kreislauf. Bei körperlicher Belastung kann sich das auf das Fünffache steigern. Am Modell daneben konnte man Wasser durch ein Kreislaufmodell pumpen, sein Lungenvolumen, den Blutdruck und den Body-Mass-Index bestimmen lassen. Als Belohnung gab es eine Ehrenurkunde und bunte Sticker zum Aussuchen.

