DLRG Lebensretter suchen Trainer und Helfer
(maro). 33 Einsätze hatte die DLRG-Gruppe Rhein-Main in 2009 zu erledigen. "Vorwiegend haben sie uns aus Bett, Badewanne oder von der Couch geholt", resümierte Andreas Geißler, technischer Leiter der DLRG-Gruppe, schmunzelnd. So half die DLRG zum Beispiel einigen Seglern, die beim Auslaufen in die Bredouille geraten waren, aus der Klemme.
Geißler wies bei der Jahreshauptversammlung auf die schwierige Situation in der Ausbildung hin. Beim Montags-Schwimmunterricht fehlten Trainer und Aufsichtspersonen. Falls keine Aufsichtskräfte gefunden würden, müssten die Trainingstunden möglicherweise verschoben werden.
Vom neuen Fahrzeug bis zur neuen Funkausstattung für die Boote, den Problemen mit der Heizung in den Wohnungen in der Rampenstraße bis hin zu den in einer Notsituation obdachlos gewordenen Übernachtungsgästen in den Schulungsräumen: Thomas Kirdorf, Erster Vorsitzender der Kreisgruppe, gab einen Rückblick auf ein ereignisreiches Vorjahr. "Der wichtigste Veranstaltungstag war der Tag der offenen Tür am Vatertag, der in diesem Jahr am 13. Mai stattfindet", betonte Kirdorf.
Jugendleiter Christian Witt erinnerte an Ereignisse wie die Teilnahme am Zwölf-Stunden-Schwimmen: "Wir waren die Besten aus Rhein-Main und lagen noch vor Rüsselsheim."
In geheimer Wahl gaben die Lebensretter ihrem neuen Vorstand seine Legitimation. Sie bestätigten Thomas Kirdorf als Ersten Vorsitzenden und Tim Weinhold als seinen Stellvertreter. Als Schatzmeisterin wurde Sissi Geiß, als Geschäftsführer Axel Schulz, als technischer Leiter Einsatz Andreas Geißler, als technischer Leiter Ausbildung Holger Geiß und als Beisitzer Jürgen Beck und Frederick Meierer ernannt. Kassenprüferinnen wurden Franziska Geisler, Petra Hellmich und Nadine Lorenz.
"Die vorgezogenen Neuwahlen wurden notwendig, da sich der Vorstand nach dem Rücktritt einiger Kameraden von ihren Vorstandspositionen zur Selbstauflösung zur Jahreshauptversammlung entschlossen hat", hieß es. Kassenwartin Sissi Geiß und der technische Leiter Holger Geiß waren vorzeitig zurückgetreten. Über die Gründe wollte sich der Vorsitzende Thomas Kirdorf nicht äußern: "Das ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt."
"Die DLRG steht trotz der Investitionen gut da, 2009 war ein Super-Jahr", fasste Wolfgang Kleinecke, Finanzfachmann des DLRG, die Situation zusammen. Das gute Ergebnis sei nicht selbstverständlich im Hinblick auf die Ausgaben für die Sonderausstattung des Lastwagens, Heizung und Funkanlage.

