Ostereiersuchen im Kasteler Tierpark
cno. Fast jede Woche besuchen Heinrich Staude und Ingrid Weisinger den Tierpark im Unteren Zwerchweg. Sie sind sich einig: "Das besondere ist, dass der Park so naturbelassen ist". Am Ostersonntag fand dort das traditionelle Ostereiersuchen statt. Das Ereignis ließen sich die beiden Spender und Freunde des Tierparkes nicht entgehen. Vor allem die Lämmer der neuen Coburger Fuchsschafe fanden bei den Besuchern, Eltern und Kindern viel Bewunderung: Erst vor einigen Tagen war ein drittes Lämmchen der vom Aussterben bedrohten Art geboren worden. Begeistert vom Streichelgehege und den großen Teichen mit Enten, Gänsen und Schildkröten vergaßen die jungen Besucher aber auch die bunten Tüten mit Schokoladeneiern und Süßigkeiten nicht, die im Gebüsch für sie versteckt waren. Die jüngsten Vereinsmitglieder, Lena und Constanze, verkauften die Nummern, die einem Kind eine Ostertüte zuteilten. Die 10-jährige Lena rechnete mit vielen Besuchern - 2006 waren es immerhin 50. "Es kommt aber darauf an, wie viele Leute in Urlaub gefahren sind", gab sie zu bedenken. Zur Sicherheit hatten sie und ihre Mutter, die Vorsitzende des Fördervereins, Sabine Böhringer, mehr Tüten als im vorigen Jahr versteckt. Gegen zwölf Uhr bevölkerten sich die Wege des Tierparks langsam: "Am einem normalen Sonntag kommen schon 100 bis 150 Besucher", erklärte Sabine Böhringer. Zur Saisoneröffnung war außerdem das an den Tierpark angeschlossenen Gelände des Cyperus-Vereins für Aquarien- und Terrarienkunde zugänglich, wo man die ersten Pflanzen und Kräuter des Frühlings bewundern konnte. Der Tierpark finanziert sich über Feste, Veranstaltungen und Tierpatenschaften, der Eintritt ist frei. Die meiste Arbeit wird ehrenamtlich von den Mitgliedern des Fördervereines erledigt.

