zel. Am Graffiti-Festival "Meeting of Styles", bei dem am Wochenende 2100 internationale Künstler unter dem Hochkreisel wirkten, scheiden sich die Geister. Während Ortsvorsteherin Margot Schäfer (SPD) die Resultate toll fand und es bedauern würde, wenn die Stadt den Geldhahn zudrehen würde, kündigte die CDU-Stadtverordnetenfraktion einen harten Anti-Graffiti-Kurs an. Künftig bekomme das Festival kein Geld von der Stadt mehr, sagte die Unions-Stadtverordnete Astrid Wallmann. Für Farbschmierereien dürfe kein öffentliches Geld eingesetzt werden. Der Ausschuss für Umwelt und Sauberkeit habe beschlossen, dass die Stadt keine gezielte und unmittelbare Unterstützung von Spray-Aktivitäten mehr gewähre. Da könne sich das Sozial- und Jugenddezernat nicht damit herausreden, dass bislang von der Stadt geförderte Institutionen legale Graffiti-Aktionen auch weiterhin durchführen könnten. Dies bedeute, dass die Institutionen und ihre Aktionen nicht verboten würden. Vom Rathaus erhielten sie trotzdem kein Geld . Unverschämt sei die Äußerung des künstlerischen Leiters Manuel Gerullis, dass es ohne Förderung der Jugendkultur bald nur noch Jugendkriminalität gebe. Auch die Annahme von Ortsvorsteherin Schäfer, durch Bereitstellen von legalen Spray-Flächen gingen illegale Schmierereien zurück, entbehrten der Realität. Die Ortsvorsteherin hielt entgegen, dass das Graffiti-Festival, von einer Ausnahme abgesehen, die das städtische Kinder- und Jugendzentrum als Veranstalterin gleich in den Griff bekommen habe, störungsfrei verlaufen sei.

