zel. Protestiert hat der Ortsbeirat dagegen, dass Mitarbeiter des Grünflächenamts die Kronen zweier Kastanien an der Lesselallee auf der landschaftsgeschützten Maaraue "radikal" abgesägt haben. Hätte ein Ortsbeiratsmitglied die Mitarbeiter nicht dabei ertappt, wären die Arbeiten nicht von der Amtsleitung gestoppt worden. Was werde der Magistrat unternehmen, um die Eigenmächtigkeit von städtischen Ämtern zu kontrollieren, fragt die SPD in einem eingebrachten und einstimmig beschlossenen Dringlichkeitsantrag. Offenbar wisse eine Hand im Rathaus nicht, was die andere tue. Abgespielt habe sich der Vorfall Anfang Februar, als Mitarbeiter der Stadt die Kronen von zwei Bäumen angesägt und weitere drei bis vier schon in den Blick genommen hatten. Jetzt ragten nur noch Aststümpfe in den Himmel, die keine Wundbehandlung erhalten hätten. Auf diese Weise würden die Bäume auf der Maaraue "zu Tode gepflegt". Eingriffe in ein Landschaftsschutzgebiet bedürften der besonderen Sorgfalt. Daher sollten in Zukunft nur noch Fachkräfte an die Bäume heran, die sich zuvor bei einer Begehung mit dem Umweltamt sowie mit dem Ortsbeirat abgestimmt hätten. Es sei inakzeptabel, dass das Grünflächenamt in einer "willkürlichen Weise" ohne vorherige Absprache Fakten schaffe. Wiederholt seien auf der Maaraue Eingriffe vorgenommen worden, die einem Landschaftsschutzgebiet Hohn sprächen. So seien Hecken und Sträucher entfernt und nach Fällungen keine Ersatzbäume gepflanzt worden.

