Nervenkitzel wie in der Formel 1 - Minicar-Club Meisterschaft an diesem Wochenende
31.07.2010 - KASTEL
Von Alexander Weiss
Rennatmosphäre herrscht an diesem Wochenende auf dem Gelände des Wiesbadener Minicar Club am Christof-Ruthof-Weg. Dort richtet der Verein eine Art Deutsche Meisterschaft im Modellautofahren aus. Konkret trägt das Finale den Namen „LRP HPI Challenge für funkferngesteuerte Elektro- und Modellrennautos im Maßstab 1:10“.
„Die meisten Teilnehmer verbinden ihren Rennaufenthalt mit einem kleinem Campingurlaub“, sagte Achim Paul vom Minicar-Club und lief dabei erwartungsfreudig über das Terrain. Dort geht es zu wie auf dem Nürburg-Ring, bloß in einem kleinen Format. „210 Teilnehmer aus ganz Deutschland sind an diesem Wochenende hier und geben bis Sonntag in ihrer Klasse das Beste, um bestmöglich platziert zu werden“, sagte er. Das Modellautorennen gliedert sich, wie im echten Rennsport, in drei Durchläufe. Bereits gestern gab es die ersten Trainingsläufe auf der Bahn. Anschließend folgen die Vorläufe, in denen die Fahrer versuchen, gute Startplätze zu ergattern. Der Unterschied zur Formel 1 ist, dass nicht die am schnellsten gefahrene Runde über den Startplatz entscheidet, sondern der Weg, den das Fahrzeug in einer vorgegebenen Zeit zurücklegt. Hierfür zählen die Runden, die in dieser Zeit gefahren werden. Im Finale am Sonntag treten die besten Fahrer in sechs Rennklassen gegeneinander an. Weil im Finale nicht alle Fahrer gleichzeitig teilnehmen können, wird nach den Vorläufen eine Rangliste erstellt, über die dann die Fahrer nach Stärke in die jeweiligen Finalläufe eingruppiert werden.
Fahrer und Fans arbeiten unermüdlich
„Die Teilnehmer, die an diesem Wochenende hier sind, haben sich bereits in regionalen Rennen für die Challenge qualifiziert“, sagte Stefan Köhler vom Unternehmen LRP, das beim Deutschlandfinale organisatorisch mit am Steuer sitzt. Eine Rüsselsheimer Firma versorgte die Fahrer unter anderem mit Teilen dieses Unternehmens, weil wie in der Formel 1, die Autos in Schuss gehalten werden müssen.
In den Fahrerlagern arbeiten die Fahrer und ihre Fans unermüdlich an der Technik ihrer Fahrzeuge, um die bestmögliche Leistung zu erzielen. So etwa auch der kleine Max Unterweger, der den langen Weg aus einem Ort in der Nähe Stuttgarts angetreten ist, um an diesem Rennwochenende mit von der Partie zu sein. Mit Hilfe eines Reifenhaftmittels war er gerade dabei, das Leistungsvermögen der Reifen zu verbessern, um seinem Modellrennwagen mehr Haftung in den Kurven zu verschaffen.
Interessierten bieten die Veranstalter an, die in einem Zelt ausgestellten Autos zu besichtigen und einige Proberunden zu drehen. Am Sonntag zeigt sich dann, wer in diesem Jahr Deutscher Meister im Modellautorennen wird.

