(zel). Kritisiert haben Ortsbeiratsmitglieder das vom Stadtparlament beschlossene Projekt Bürgerhaushalt, an dem sich im Sommer nur wenige Einwohner beteiligt hatten. Er fühle sich mit seinen Vorbehalten bestätigt, sagte Ortsvorsteher Karl-Herbert Müller (FWG). Die Umsetzung sei mangelhaft gewesen, der Stadt sei es nicht gelungen, die Bevölkerung zu aktivieren, fügte Peter Stuppert (AUF) an. Anlass der Beschwerden war die offenkundig fehlende Lobby für ein größeres Engagement der Stadt in der Albert-Schweitzer-Schule, die einen Teilneubau sowie eine Sanierung benötigt, aber bei der Finanzplanung nicht zum Zuge kommt. Es sei unverständlich, dass eine Schule für Lernhilfe, die Kinder aus Kostheim und aus der ganzen Stadt unterrichte, so wenig Rückhalt genieße. Die Stadtverordnete Mechthild Coigne (Linke Liste) hielt der mitregierenden CDU vor, eine "wirkliche Beteiligung" von Bürgern an der Aufstellung von öffentlichen Haushalten nicht zu wollen.
Bedauerlich sei, dass es die Stadt ablehne, über das Projekt in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Es sei nur ein "Etikett" gewesen, sagte die Stadtverordnete.

