Von Norbert Fluhr
HARMONISTS Quartett begeistert beim Hoffest des Weinguts Sauer die Besucher
Die Stimmung beim Hoffest des Weingut Sauer hätte kaum besser sein können. Die Veranstalter mussten zusätzlich Stühle organisieren, so viele Kostheimer Bürger und Gäste von außerhalb genossen den schönen Spätsommertag.
Der ersehnte Auftritt der "Kostem Harmonists" war zweifelsohne einer der Höhepunkt der Kulturtage, wie die "schönste Boygroup Kostheims" sich selbst ankündigte. Das Quartett begrüßte herzlich die Gäste und startete mit ihrem gesungenen Glaubensbekenntnis "Gell mer sinn so schee!" in ihr Konzert, das wohl in der Tat eines der absoluten Highlight der Kulturtage war.
Der Klassiker "Tupper Song", "Eine Frau so toll wie Du" und die liebevoll angekündigte Weltpremiere des neuen Lieds "Do wo Schiffchebootcher fahrn" war ganz nach dem Geschmack der vorwiegend aus Kostheim gekommenen Besucher.
Edmund Bott, der erstmals mit der Melkodica das Lied begleitete, freute sich über die "super Atmosphäre" und die große Zahl der Besucher. "Wir sind zum ersten Mal bei den Kulturtagen, mit solch einer Resonanz hatten wir nicht gerechnet." Edmund Bott, Matthias Klein, Ramón Somoza und Reiner Beuschel haben sich nicht nur dem Gesang und der Musik verschrieben, sondern auch der Fastnacht, aus der ihre Auftritte nicht mehr wegzudenken sind. Der Klang der Ukulele und die A-cappella-Gesänge sowie ihr breites Repertoire faszinieren nicht nur die Fans der "Boygroup" immer wieder aufs Neue. Ihr Humor und ihr Spielwitz erreichen auch Musikbegeisterte über die Grenzen Kostheims hinweg.
Auch Monika Fuhrmeister, die gute Seele der Initiatoren der Kulturtage, freute sich an der Stimmung und dem Konzert der vier Musiker: "Mit solch einem Besucherandrang hatte zuvor niemand gerechnet." Lissy Jakob (79) und Maria Ruthof (74) besuchen schon seit Jahren das Weingut Sauer und sind gerne hier zu Gast, in diesem Jahr hatten sie sich besonders auf "ihre Bube" gefreut. "Bei den Kostheim Harmonists sind wir meistens dabei. Außerdem lieben wir den Kostheimer Wein. Wir kennen uns schon von der Volksschule, heute sind viele von meinem Jahrgang hier", freute sich Lissy Jakob, die begeistert die Lieder mitsang.
Das gut zweistündige Konzert wurde von großem Applaus begleitet und auch als Gast von außerhalb bekam man durch diese musikalische Liebeserklärung an Kostheim ein Gespür für die Verbundenheit der Kostheimer Bürger mit ihrer "Stadt". So auch für Lissy Jakob: "Wir alle leben hier, und hier sterben wir auch."

