DEMONSTRATION Protest gegen die Situation im "Notbehelfs"-Gebäude
(dan). "Wir sind hier, wir sind laut, denn es wird noch nicht gebaut!", klang es gestern Mittag in der Stadtmitte, wo Lehrer und Schüler mit Megafonen, Tröten und großen Bannern für den baldigen Wiederaufbau der Martin-Niemöller-Schule demonstrierten.
Gegen 11 Uhr startete der Protestmarsch am ehemaligen Rotaprint-Gebäude, das derzeit als "Notschule" dient, und zog sich durch die Stadt bis hin zur Martin-Niemöller-Schule in der Bierstadter Straße. Schüler und Lehrer kritisieren das aus ihrer Sicht unzureichende Handeln des Schulamtes.
"Wir Schüler werden nicht ernst genommen", beklagen Berit Hannemann (17) und Lisa Hesse (18) und meinen: "Dauernd wird etwas versprochen, aber getan wird nichts". Die Lehrer kritisieren die Unterrichtssituation. Biologielehrerin Jessica Gottsche: "Die Schüler können kaum Experimente machen." Die Räume im Rotaprint-Gebäude seien zu klein und es gebe auch kaum fließendes Wasser. Der Lehrer Ralf Liebscher kommentiert den Zustand des ausgebrannten Gebäudes: "Mich stört, dass wir 20 Monate nach dem Brand an einer verwilderten Ruine stehen."

