red. Ruhige Musik bewirkt keine Änderung des Fahrvermögens. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität. 90 Prozent aller Autofahrer hören beim Autofahren Musik. Wie Musik wirkt, wird jedoch bislang kontrovers diskutiert. Einerseits wird Musik als leistungssteigernd und stressreduzierend erlebt, weil sie in beanspruchenden Situationen entspannend wirkt. Andererseits fordert Musik auch die Aufmerksamkeit des Zuhörers und nimmt dadurch Aufmerksamkeitsressourcen in Anspruch, die dann vielleicht in schwierigen Situationen nicht mehr zur Verfügung stehen. Während ältere Untersuchungen darauf hindeuten, dass laute und auch schnelle Musik das Unfallrisiko beim Autofahren erhöhen können, scheint dies für ruhigere Musik nicht zuzutreffen. "Im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Musik haben unsere Testpersonen im Fahrsimulator keine schlechtere Fahrleistung erbracht oder eine höhere Beanspruchung empfunden, wenn sie entspannende Musik gehört haben", teilte Dr. Britta Husemann vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Uni Mainz mit. "Die Experimental- und die Kontrollgruppe unterschieden sich nicht in ihrer Fahrleistung während der Simulatorfahrt und sie unterschieden sich nicht in ihrer aktuellen Befindlichkeit vor, während und nach der Simulatorfahrt", so der Befund.

