Von Andreas Schermer
Ein Blitz zerschneidet die Luft, und da steht er im gleißenden Scheinwerferlicht: Tej`ai Sullivan – ein angesehener Michael Jackson-Imitator. Zum Aufwärmen in der Phönix-Halle ein paar eckige Roboterbewegungen und den gerutschten Moonwalk über ein imaginäres Laufband. Die Stimme dabei leider etwas unterrepräsentiert.
Gleich einem Spiegelbild adaptiert ein vierköpfiges singendes Männerballett die schlaksigen Wellenbewegungen, choreografiert von Jacksons langjährigem Mitarbeiter Mic Thompson. Show-Produzent Robert Hyman, der schon das Vergnügen hatte persönlich zu Michael Jacksons Unterhaltung spielen zu dürfen, schwingt auch in der Showband selber die Trommelstöcke. Doch es fehlt etwas, um den Funken aufs Publikum überspringen zu lassen, der die Magie des Idols ausmacht.
Eine Stunde ohne Hits
Wo beim einstigen King of Pop die Fans vor Hysterie kaum an sich halten konnten, bleiben die Zuschauer eher reserviert in den Stuhlreihen der knapp bis zur Hälfte gefüllten Phönix-Halle. Vielleicht ist dies nur ein Zeichen der Verblüffung darüber, dass es möglich ist, eine geschlagene Stunde Michael Jackson-Songs spielen zu können, ohne eine bekannte Nummer aus seinem zwanzigjährigen Repertoire zu berücksichtigen.
Der Start der zweiten Programmhälfte beginnt mit einem Tanz auf dem Ventilator, bei dem Sullivans Hemd theatralisch aufgeplustert wird. Die Fans zeigen sich zunehmend zufriedener. Jetzt kommen die Hits: „Black or white“, „Billy Jean“, „The way you make me feel“ und das stampfende „Beat it“. Bei Sullivans wechselnden Kostümen sind stets Jacksons exklusive Bühnen-Outfits detailgetreu berücksichtigt: die weißen Tennissocken unter der knöchellangen schwarzen Hose, die Glitzerhemdchen, die an den Militärstil angelehnten dekorativen Scherpen und die knappen Designer-Lederjacken – all diese Accessoires, die das exaltierte Erscheinungsbild des Pop-Titanen prägten.
Als offiziellen Programmschluss gibt es das rührige „Heal the world“ vor einem aufgepumpten Globus gleich einem überdimensionalen Wasserball. Die Band spielt noch, als die Leinwand des Videoprojektors die Fehlermeldung „Power Off“ verkündet. Es wird gemutmaßt, dass sich der echte Jackson bei solchen Patzern im Grab umdreht. Doch es ist nur die Tanzcrew, die zu „Thriller“ als Zombies verkleidet dem Sarg entsteigt.


Unglaublich !!
...dieser artikel ist eine Frechheit !! tej'ai sullivan, einer der größten künstler die MJ als tribute künstler je hatte, oder hat verzaubert mit seiner stimme und liebe zu MJ alle seine fans. die show war großartig und tej'ai sullivan auch!! jeder der ihn kennt, kennt auch seine geschichte und vor allem die liebe zu MJ. wir müssen dankbar sein, solch einen Star und crew in deutschland zu sehen!! ich danke ihm und seiner crew für diese tolle zeit - weiterhin viel erfolg.
LOVE