Zeugnis bewegter Mainzer Vergangenheit
25.02.2010 - MAINZ
AUSSTELLUNG Fotografien von Philipp Münch dokumentieren Zerstörung und Aufbruch in den 50er Jahren
(red). Unter dem Titel "Aufbruch - Fotografische Schlaglichter der 50er Jahre" zeigt der Mainzer Zeitzeuge und Fotograf Philipp Münch in einer Ausstellung des Kulturdezernates vom 3. bis zum 27. März im Rathaus eine Schau über die Nachkriegsjahre und den Wiederaufbau der nahezu vollständig zerstörten Stadt. Anlass ist der 65. Jahrestag des verheerenden Bombardements auf Mainz, das am 27. Februar 1945 die Stadt beinahe zu 80 Prozent in Schutt und Asche legte und vielen Menschen den Tod brachte.
Der Fotograf zeigt sich, damals wie heute, als kreativer Beobachter und Zeitzeuge der Geschichte. Gerade die Nachkriegsjahre in der zerstörten und sich im Wiederaufbau befindenden Stadt hatten es ihm angetan - ein glücklicher Umstand, denn seine 45 Schwarzweiß-Fotos liefern ein authentisches Zeugnis über die bewegte Mainzer Vergangenheit. Der Besucher erhält markante Eindrücke von zerstörten oder im Wiederaufbau befindlichen Gebäuden und Plätzen - von Osteiner Hof, Zitadelle bis zum Schillerplatz.
Von 1943 an absolvierte Münch nach seiner Schulzeit eine Lehre als Rasterfotograf sowie als Elektriker, die Gesellenjahre folgten. 1948 erhielt er, auf Empfehlung des Vereins zur Förderung des deutsch-französischen Kulturaustausches, eine Stelle in der Kulturabteilung der französischen Botschaft auf der Zitadelle. Dieser Umstand ermöglichte es ihm, den Werdegang der Stadt im Bild festzuhalten.
Kunst und Kultur spielen im Leben des Fotografen eine große Rolle: Neben der Mitgliedschaft in Vereinen und Gesellschaften ist Münch als Vorstandsmitglied im Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz aktiv.
Die Schau wird am Dienstag, 2. März, 18.Uhr, durch die Kulturdezernentin der Stadt, Marianne Grosse, im Beisein des Fotografen in der Rathausgalerie eröffnet.

