Montag, 13. Februar 2012 07:29 Uhr
URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/ingelheim/ingelheim/8571215.htm

Allgemeine Zeitung

Ingelheim 

Wohlige Nestwärme

10.03.2010 - INGELHEIM

GEFLÜGELZUCHT Erste Küken im neuen Brutapparat geschlüpft

(red). In diesen Tagen sind die ersten Hühnerküken im neuen Brutapparat des Ingelheimer Rassegeflügel- und Kaninchenzuchtvereins 1903 geschlüpft. "Pünktlich, 21 Tage, nachdem ich die Bruteier gelegt hatte", berichtet Markus Heinen, neuer Brutmeister des Vereins. Der Brutapparat wurde vom Verein angeschafft, um allen Vereinsmitgliedern optimale Bedingungen für das Ausbrüten der Eier ihrer wertvollen Zuchttiere zu schaffen.

21 Tage lang werden die bis zu 440 Eier bei optimaler Temperatur und Luftfeuchte gehalten, regelmäßig bewegen sich die Gitterroste mit den Eiern in einem Winkel von etwa 250 Grad, da alle Vogeleier beim Brüten regelmäßig gedreht werden müssen. Selbst die Pause, die ein brütendes Huhn einmal am Tag macht, um zu fressen und zu trinken, wird vom Computer des Brutapparates simuliert, in dem Temperatur und Luftfeuchte für etwa 20 Minuten abgesenkt werden. Kurz vor dem errechneten Termin des Schlüpfens werden die Eier vom Brutmeister in die Schlupfabteilung des Apparates gelegt, wo optimale Bedingungen herrschen, um den fertig entwickelten Küken die Schwerstarbeit des Schlüpfens zu erleichtern. Die Küken können dann etwa noch einen Tag im Schlupfraum bleiben, sie leben in dieser Zeit vom Nahrungsvorrat aus dem Dottersack, der das Küken bereits drei Wochen lang ernährt hat. Danach kommen die Küken bei ihrem Besitzer zu Hause im Hühnerstall unter eine Wärmelampe und werden mit Spezialfutter gefüttert.

Der Brutapparat wird künftig von Anfang Februar bis Ende Mai in Betrieb sein, Eier werden jeweils sonntags eingelegt, damit schlüpfen die Küken pünktlich am Sonntag drei Wochen später. Um Verwechslungen zwischen den Küken der einzelnen Züchter auszuschließen, werden die Bruteier sehr sorgfältig gekennzeichnet und nach den jeweiligen Partien getrennt in die Schlupfkammern gelegt.

Prinzipiell können, wenn noch Platz im Brutschrank ist, auch Hühnerhalter, die nicht Vereinsmitglieder sind, ihre Bruteier bei Markus Heinen ausbrüten lassen (Informationen unter 06132-896588).

Brutmeister Markus Heinen zeigt die kleinen Küken, die im Brutapparat geschlüpft sind.privat


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