Donnerstag, 11. März 2010 05:15 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Ingelheim 

Schüler staunen über Münz-Rollen

31.10.2009 - INGELHEIM

Von Sigrid Kaselow

WELTSPARTAG Einblick in Bank-Tresorraum mit gepanzertem Geldschrank und Schließfächern

"Mann, seid ihr reich, da könnt ihr euch ja einen Ferrari kaufen!" Rene, Franziska, Annika und Mehmet können es kaum fassen: Sie stehen im Tresorraum der Sparkasse Rhein-Nahe vor dem gepanzerten Geldschrank und bestaunen die zahlreichen Rollen mit Münzgeld. "Gehört das alles Euch?"

Zum Weltspartag am gestrigen 30. Oktober waren zwei Schulklassen der Einladung des Geldinstituts gefolgt, um einmal eine Bank von innen zu sehen, sich zeigen zu lassen, wo das Geld aufbewahrt wird und wie ein Kleingeldzähler funktioniert. 23 Kinder der Klasse 3 b von der Pestalozzischule und 17 Jungen und Mädchen der Klassenstufen zwei, drei und vier von der Albert-Schweitzer-Schule drängelten sich im Sparkassen-Foyer in der Bahnhofstraße um die Luftballon- und Popcorn-Stände. "Wollt ihr mal einen Tresor aus der Nähe sehen?" Vertriebsleiter Jürgen Sauerwein musste sich anstrengen, um gegen das Stimmengewirr seiner kleinen Besucher anzukommen. Bereitwillig folgten ihm die Schüler ins Untergeschoß, dem "Allerheiligsten".

"Seht ihr hier diese vielen kleinen Türen mit den Nummern drauf? Das sind die Schließfächer. Wenn ihr und eure Eltern in den Urlaub fahrt und Angst habt, dass in eure Wohnung vielleicht eingebrochen wird, könnt ihr alles Wertvolle, zum Beispiel Schmuck, zu uns bringen. Wir schließen es hier in diese Fächer ein und nichts kann gestohlen werden", erläuterten Sauerwein und die Serviceberaterin Alexandra Wehofschitz. Richtig begeistert waren die Sieben- bis Neunjährigen, als der Tresorschlüssel gebracht wurde: "Der ist ja echt richtig groß", staunten Nadine, Maurice, Kürsad und Rosaria, als mit dem gut 20 Zentimeter langen Schließteil der Tresor geöffnet wurde. Dann durften die Kinder einige Geldrollen in die Hände nehmen, ein und zwei Eurostücke, 50 und 20 Cent, fest in Papier eingerollt. "Ganz schön schwer", so der Kommentar von Simon. "Bitte alle Rollen wieder in den Tresor zurücklegen", ermahnte Jürgen Sauerwein. "Vielleicht sollten wir die Kinder vor dem Heimweg wiegen", scherzten die Lehrerinnen Ulrike Strack und Sandra Göbel, bevor die ganze Schar wieder in die Schalterhalle gebracht wurde.

Dort gab es Popcorn, Luftballons und Kinogutscheine und, das Wichtigste am Weltspartag, Sparbüchsen. Die Keramikdosen in Form von Autos, Motorrädern, Nilpferden, Fröschen und Flugzeugen sollen die Kinder zu Hause möglichst originell anmalen und zurückbringen, eine Jury wird die jeweils schönsten heraussuchen und mit Sparverträgen von 300 bis 100 Euro prämieren.

Der Weltspartag wurde bereits 1924 von der Weltvereinigung der Sparkassen ins Leben gerufen, um jungen Menschen den Gedanken des Sparens nahe zu bringen. Banken und Sparkassen legen sich heute oft nicht mehr nur auf einen Weltspartag, den 30. oder 31. Oktober, fest, sondern erklären die ganze letzte Oktoberwoche zur Sparwoche. Dann gibt es bei fast allen Kreditinstituten für die jüngsten Kunden Preisausschreiben, Wettbewerbe und kleine Präsente.

Albert-Schweitzer-Schüler schauen sich die Schätze im Tresorraum an.Thomas Schmidt


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