Von Helena Sender-Petry
Als ein verheerendes Feuer Anfang Dezember 2010 in Israel nahezu 100 Häuser und Millionen von Bäumen in Schutt und Asche legte, erklärte sich der Deutsch-Israelische Freundeskreis ( DIF ) sofort solidarisch und richtet ein Spendenkonto ein, um Geld für die Aufforstung des Carmel bei Haifa zu sammeln. Rund 50 000 Euro wird der Wald kosten, der zu Ehren von Michael Sternheimer, der in Mannheim lebte, gepflanzt werden soll. „Wir wollen die Kosten für 5 000 Bäume übernehmen“, sagt DIF-Mitglied Helmut Huber.
Die Aktion sei bereits von Einzelpersonen und Institutionen unterstützt worden, „doch es fehlt noch eine beträchtliche Summe, um den ‚Michael-Sternheimer-Wald‘ zu realisieren“. Der 2008 verstorbene Michael Sternheimer war der Stadt Ingelheim viele Jahre verbunden. Nicht nur mit Blick auf den Jugendaustausch mit Afula hat er den DIF unterstützt, auch als Dolmetscher bei Besuchen einstiger Ingelheimer Juden in ihrer alten Heimat stand er immer zur Verfügung. Huber: „Der Carmel-Wald ist die grüne Lunge der Stadt Haifa. Für Jugend, Christen und Drusen ist der Carmel ein wichtiges Naherholungsgebiet.“
Bereits im Frühjahr hatte der DIF ein Benefizkonzert mit dem Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Shmuel Barzilai, im Ratssaal organisiert. Die Schirmherrschaft hatte Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard übernommen.
Damals berichtete Hans-Georg Meyer, Ehrenvorsitzender des Freundeskreises, von den Schäden, die das Feuer angerichtet hatte: „Der Carmel war fast ausschließlich mit Kiefern bewachsen, die wie Zunder brennen. Eine Option wäre ein Mischwald, doch die tatsächliche Wiederaufforstung soll in zirka zwei Jahren starten.“ Israel habe „sehr positiv“ auf die Idee des DIF reagiert, den zukünftigen Wald zu personalisieren, ihn Michael-Sternheimer-Wald zu nennen.

