Familienfest der Superlative
06.09.2010 - INGELHEIM
Von Heinrich W. Hamann
125 JAHRE BOEHRINGER Pharma-Unternehmen feiert mit seinen Mitarbeitern und Pensionären
Ein firmeninternes Familienfest der Superlative hat Boehringer Ingelheim anlässlich seines Jubiläums am Samstag seinen Mitarbeitern und Pensionären geboten. Dafür hatte man einen riesigen Vergnügungs- und Informationspark für eine Zeitreise durch die 125-jährige Erfolgsgeschichte der forschungstreibenden, im Familienbesitz befindlichen Pharmafirma errichtet.
Wien war Boehringers erster Auslandsstandort. Die ersten Besucher (über den Tag sollten es rund 12 000 werden) fanden sich daher zu Melange und Süßspeise im symbolischen „Wiener Caféhaus“ ein. In zwei flankierenden Festzelten wurde an die innovativen Anfänge erinnert, zu denen der weitblickende Albert Boehringer ab 1885 die Grundlage geliefert hatte. Die Internationalisierung des Unternehmens, unter anderem der Schritt in den bedeutenden Pharmamarkt USA, wurde ebenfalls an dieser Stelle thematisiert. Im Boehringer Ingelheim Center konnte man in die Medizin von morgen blicken. Hier präsentierten sich Boehringer-Stiftungen für medizinische Grundlagenforschung, für Geisteswissenschaften und Förderung der biologischen, medizinischen, chemischen und pharmazeutischen Wissenschaft.
Christian Boehringer, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses, Professor Dr. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung, und Ingelheims Oberbürgermeister Dr. Joachim Gerhard sprachen zu den Festgästen.
Dabei unterstrich Christian Boehringer die Maxime der Inhaberfamilie, die Unabhängigkeit des Unternehmens zu bewahren, unter anderem, weil man gerade in Krisen besser handeln könne als börsengetriebene Unternehmen. Er verglich die Firma, in der soziales Engagement immer Tradition hatte, mit einem Baum, der auf solidem Fundament stehend, mit Wurzeln Nährstoffe aufnehme; das entspräche der Rolle der Unternehmerfamilien, die für die Finanzen und Re-Investition der Gewinne sorgten und dem Gewächs festen Halt gäben. Der Stamm, das seien die Mitarbeiter, die seit 125 Jahren gemeinsam dasselbe wollten: reife Früchte hervorbringen. An dieser Stelle dankte Boehringer allen, die bei der Pflege des Baumes halfen. Mitarbeiter seien Erfolgsfaktoren, denen mit Respekt und Fairness zu begegnen sei. Man versuche dem Anspruch gerecht zu werden, das Unternehmen attraktiv zu halten und auch in Momenten spürbarer Anspannung auf die Mitarbeiter zu zählen.
Andreas Barner erinnerte an weitsichtige Unternehmensentscheidungen, die mit den Namen Albert Boehringer, Hubertus Liebrecht und Ernst von Baumbach verbunden sind. Mit heute weltweit 41 500 Mitarbeitern wächst Boehringer seit zehn Jahren stärker als der Markt. Die Produktpipeline ist Erfolg versprechend gefüllt. Ein „medizinischer Durchbruch“ bei der Schlaganfall-Prävention wartet auf Zulassung.
Oberbürgermeister Dr. Gerhard dankte im Namen der Stadt für die Treue zum Standort, konstruktiv-vertrauensvolle Zusammenarbeit und Engagement im Kulturellen, Sozialen und im Sport. Er überreichte als Geschenke reproduzierte Gewerbetagebuch-Aufzeichnungen auf Papier aus dem Jahr 1885 und eine virtuelle Konstruktion aus „Heidesheimer Tor“ und dem daraus abgeleiteten Firmenlogo.
Der internationalen Gästeschar wurde mit vielfältiger Gastronomie, musikalischen Beiträgen von Werkchor und -orchestern, Gesangsgruppen, Bands bei Spiel und Entspannung und Plaisir für die Kleinen ein unvergesslicher Jubiläumstag bereitet.

