Gedanken über das Sterben und den Tod
03.09.2010 - INGELHEIM
LESUNG Journalistin und Autorin Regine Schneider am Donnerstag zu Gast im Haus Burggarten
(red). Regine Schneider, Journalistin bei den Zeitschriften „Brigitte“ und „Woman“, hat mehr als 20 Sachbücher, darunter Kinderbücher, solche über Beziehungskisten („Drei sind einer zuviel“) und über den Tod und das Sterben geschrieben. Besonders interessierte sie sich für das Leben am Ende, im Hospiz, in dem Schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet werden. Im Vorfeld des ökumenischen Kirchentages in München machte ihr neuestes Buch Furore: „Ich möchte sterben, wie ich gelebt habe“, das über das Leben im Hospiz berichtet.
Das sei eine große Herausforderung, schreibt sie. Manchmal gehe es den Todkranken schlecht. Dann möchten sie sofort sterben. Doch wenn es wieder besser gehe, möchten sie bleiben, möchten am liebsten zum Supermarkt, um Schokolade zu kaufen. Regine Schneider hat mit den Menschen gesprochen, die mit Sterben und Tod konfrontiert waren und sind: Kranke, Ärzte, Angehörige und Sterbebegleiter der Hospizbewegung. Ihr Buch vermittelt eine realistische Betrachtung der relevanten Vorgänge, vermittelt Erfahrung.
Zunächst hatte Regine Schneider eine Heilpraktikerschulung absolviert. Doch dann wollte sie mehr erfahren über Tod und Sterben. Sie begleitete eine Freundin bei deren Arbeit in der Gerichtsmedizin. So verlor sie die Scheu vor toten Menschen. Als sie sich immer öfter mit Verlusten in ihrem Bekanntenkreis auseinandersetzen musste, entschloss sie sich dazu, ihr Buch über das Sterben zu schreiben.
Die Hospizgruppe Ingelheim lädt in Kooperation mit der Buchhandlung Wagner zu einer Lesung und Begegnung mit der Autorin ein. Sie findet am Donnerstag, 9. September, ab 19.30 Uhr im Haus Burggarten an der Burgkirche statt. Der Kostenbeitrag beträgt pro Teilnehmer fünf Euro. Karten für die Lesung sind erhältlich im Vorverkauf in der Buchhandlung Wagner in der Bahnhofstraße.

