Buntes Treiben im Café Kunterbunt
18.05.2010 - INGELHEIM
Von Beate Schwenk
EINWEIHUNGSFEST Mütter- und Familienzentrum feiert Umzug ins ehemalige Anwesen Menk
Mit einem großen Einweihungsfest wurde jetzt der Umzug des Mütter- und Familienzentrums (Mütze) in sein neues Domizil gefeiert. Voraussichtlich bis Frühjahr 2012 wird der Gebäudetrakt in der Oberen Gärtnergasse das neue Zuhause der MütZe sein.
Erforderlich wurde der Umzug in das ehemalige Anwesen Menk, weil das bisherige Domizil, das Alte Gymnasium, umfassend saniert und erweitert wird. Bei der Einweihungsfeier, die just auf den „Internationalen Tag der Familie“ fiel, konnten sich Groß und Klein ein Bild von den Räumlichkeiten machen, in denen von nun an offene Treffs und Betreuung, Kurse und Beratung stattfinden werden.
Zentraler Treff- und Kommunikationspunkt ist das Café Kunterbunt, das in die ehemalige Scheune eingezogen ist. Der Raum diente bis vor einigen Jahren noch als Straußwirtschaft, stand dann längere Zeit leer und wurde schließlich - ebenso wie das Wohnhaus - von der Stadt Ingelheim gekauft. Die alte Scheune bietet mehr Platz und damit auch mehr Möglichkeiten als der bisherige Café-Bereich im Alten Gymnasium. Angegliedert sind ein offenes Büro und eine separate Küche. Über einige Treppenstufen erreicht man einen weiteren Raum mit Spielecke für Kleinkinder und Essbereich für Hortkinder.
Im ehemaligen Wohnhaus nebenan wird schon bald die Hospizgruppe Quartier beziehen. Dort gibt es außerdem Räumlichkeiten für Seminare und Bewegungsangebote, Kinder- und Hausaufgabenbetreuung sowie die „Bunte Insel“ - das sind Bereiche für Mädchen und Jungs mit speziellem Betreuungsbedarf.
Für knapp zwei Jahre werden sich die Nutzer des Alten Gymnasiums nun in ihrem Übergangsquartier einrichten. Aller Voraussicht nach wird der Umbau im Herbst 2010 beginnen und maximal 18 Monate dauern. Anschließend heißt es wieder Koffer packen, um die sanierten Räume im Alten Gymnasium zu beziehen. Spätestens dann sind die Tage des Übergangsdomizils in der Oberen Gärtnergasse gezählt. Beide Gebäude sollen im Anschluss an die Sanierungsmaßnahme abgerissen werden und einem Parkplatz weichen. Dies ist auch der Grund, weshalb die Räumlichkeiten nicht generalsaniert, sondern lediglich so hergerichtet wurden, dass sie den rechtlichen und praktischen Anforderungen genügen. Nach turbulenten Wochen und Monaten hoffen die Mitarbeiterinnen, dass ihnen nun etwas ruhigere Tage ins Haus stehen, wie Ina Döhn und Angela Sgro erklären. Zwar müssen noch einige Räume fertig eingerichtet und auch im Außenbereich noch kleinere Maßnahmen vorgenommen werden, den größten Teil hat man nun aber erst mal hinter sich. Die offizielle Einweihungsfeier jedenfalls war ein voller Erfolg. Das Café war gut besucht, das Interesse groß. Für den Nachwuchs gab es Spiel- und Bastelangebote sowie eine Kinderschminkaktion. Eine kleine Kunstausstellung mit Bildern und Skulpturen, die im Kunstleistungskurs der Klasse 12 der integrierten Gesamtschule entstanden sind, ergänzte die Veranstaltung.

