Nächtliche Recherche-Hilfe: "Nacht der Hausarbeiten" an der Uni Mainz
26.01.2012 - MAINZ
Von Elina Schefler
Nachts schreiben sich Hausarbeiten immer noch am besten - viele, die Semester für Semester über ihren Arbeiten sitzen, werden das kennen. Am Mittwochabend gab es für die Studierenden ausnahmsweise professionelle Hilfe in der nächtlichen Bibliothek: Erstmalig veranstaltete die Universitätsbibliothek (UB) Mainz nämlich die „Nacht der Hausarbeiten - Aufgeschoben, überfällig oder noch nicht begonnen?“ für Studierende aller Fachbereiche zur Unterstützung für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten.
Von der Literatursuche über Hinweise und Tipps für das erfolgreiche Schreiben bis hin zu Yoga - das umfangreiche und vielfältige Programm bot jedem Studenten, ob Anfänger oder schon am Ende des Studiums, Unterstützung und „zeigt hoffentlich auch den Spaß an wissenschaftlichen Arbeiten“, so der Direktor der UB Dr. Andreas Brandtner. „Wir haben versucht unsere Blickrichtung zu verändern und in die Köpfe der Studenten zu schauen - um sie in so einer Nacht wie heute bestmöglich zu informieren, zu betreuen und zu entspannen.“
Sich durch Hausarbeiten quälen ist wichtig
Der Preisträger des Lehrpreises der Johannes Gutenberg Universität Mainz (JGU), Dr. Christoph Reske, begann mit einer „Einführung in wissenschaftliches Arbeiten“ und kam nicht umhin, die Plagiatsaffäre um Guttenberg als „absolut skandalös“ zu bezeichnen. „Methodisches Vorgehen, Systematik, Reflexion und Erkenntnisgewinnung - das ist Wissenschaft!“ versuchte er den zahlreich erschienenen Studenten näher zu bringen. Die Erfahrung, sich durch eine oder auch mehrere Hausarbeiten „zu quälen“, sei wichtig für jeden zukünftigen Wissenschaftler.
Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hatte Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin für Studium und Lehre, übernommen. „Das Ziel der heutigen Veranstaltung ist es, euch Studenten Strategien und Taktiken für das Schreiben einer Hausarbeit zu zeigen, um aus einer Quelle des Leidens eine Quelle der Freude zu entwickeln.“
Yoga-Kurse zum Entspannen
Die Studenten machten von dem Angebot der UB Gebrauch: Unter anderem wollten sie wissen, wie sie Schreibblockaden loswerden, die Angst vor dem leeren Blatt überwinden, oder sich in den Schreibpausen besser entspannen können, erklärten sie.
Eine psychotherapeutische Beratungsstelle für Einzelberatungen stand den ganzen Abend zur Verfügung. Zur Entspannung und Lockerung bat der Allgemeine Hochschulsport Yoga-Kurse an. Atemübungen, das „Fühlen seines eigenen Körpers“ und „Loslassen jeglicher Gedanken“ vermittelte eine professionelle Yoga-Lehrerin den interessierten jungen Wissenschaftlern.
Wer nach der Veranstaltung frisch motiviert an der aktuellen Semesterarbeit schreiben wollte, dem stand die UB bis um 6 Uhr morgens offen.

