Rekord: 24.000 Bewerbungen für Uni Mainz - Lehrpersonal aufgestockt
17.08.2011 - MAINZ
Von Werner Wenzel
Einen Ansturm erwartet die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) für das Wintersemester: Mit bis zu 24000 Bewerbungen rechnet die Universität. Und damit, dass im kommenden Semester dann erstmals die Marke von 36000 Studierenden überschritten wird. Allein die Zahl der Bewerber liege damit voraussichtlich um 26 Prozent höher als im Vorjahr. Die JGU steht nach der Zahl der Studierenden dann bundesweit an siebter Stelle.
Er freue sich sehr über das starke Interesse am Studienangebot der Hochschule, sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Georg Krausch. Endgültige Zahlen gibt es allerdings noch nicht, die Zulassungen und Einschreibungen für die 40 Numerus-clausus-Fächer habe gerade erst begonnen, und bei den 74 zulassungsfreien Studiengängen endet die Bewerbungsfrist erst zum 1. September.
Personalbestand deutlich erhöht
Man sei vorbereitet auf den Andrang, so Krausch, habe Mittel aus dem Hochschulpakt in zusätzliches Personal investiert, um „qualitativ gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre gewährleisten zu können“. Vor allem in Fächern wie Publizistik, Psychologie, Film- und Theaterwissenschaft und in Geschichte habe man in Personal investiert. Insgesamt habe die Universität laut Krausch „in diesem Jahr – zusätzlich zu den bereits zur Verfügung gestellten 74 Stellen – den Personalbestand in den Fächern um nochmals 32 Stellen deutlich erhöht“.
21.255 Schulabgänger haben sich schon bei der JGU um einen Studienplatz beworben, vor einem Jahr waren es 16.832 – und das war bereits ein Rekord. Vor zehn Jahren, führt die Universität als Vergleichszahl an, lag die Bewerberzahl bei 2.353. Hinzu kommen 3.672 Bewerbungen für einen Studienplatz in einem der 73 Masterstudiengänge.
Tatsächlich werden dann wahrscheinlich rund 6.000 Erstsemester in Mainz ihr Studium aufnehmen, eine Zahl, die um rund ein Drittel höher liegt als die jahrelang üblichen rund 4.500 Neu-Studenten.
Eine größere Bereitschaft der Schulabgänger zum Studium sowie die Aussetzung der Wehrpflicht sieht Dr. Bernhard Einig, Leiter der Abteilung Studium und Lehre an der JGU, als Hauptursache für den massiven Anstieg.
Deutliche Effekte in 2012
Am Hochschulstandort Mainz, so schätzt Einig, dürften sich die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen weniger stark bemerkbar machen als anderswo. „Hier erwarten wir für das kommende und das übernächste Jahr doch deutlichere Effekte, wenn sich in Baden-Württemberg und vor allem in Hessen die G 8-Reform auswirkt.“
Damit der Campus jetzt nicht aus allen Nähten platzt, wurden auch die Modalitäten für die Raumvergabe geändert – mit der Folge, dass Mitarbeiter zum Teil Büros außerhalb des Campus beziehen müssen. Damit rückt das Ziel der für Studium und Lehre verantwortlichen Vizepräsidentin, Prof. Dr. Mechthild Dreyer, in greifbare Nähe: „Nach derzeitigem Stand sollte im kommenden Wintersemester für alle Lehrveranstaltungen auf dem Campus der passende Raum zur Verfügung stehen.“ Allerdings seien sämtliche Raumreserven ausgeschöpft. Sie hofft auf Entspannung durch den Neubau Sozialwissenschaften, der in einem Jahr fertiggestellt sein soll.

