Kabel für die Windkraftanlage
18.06.2010 - WALDALGESHEIM
GEMEINDERAT Trasse führt durch Waldalgesheim an den Schrebergärten vorbei
(nd). In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates informierte Bernhard Bögelein von der Firma „juwi“ über die Verlegung einer Kabeltrasse für die Windkraftanlage. Der erste Plan der Firma, die Trasse um Waldalgesheim herumzulegen, sei aufgrund der Infrastruktur nicht möglich gewesen. Nun soll die Kabeltrasse am Heizkraftwerk starten und am Kindergarten vorbei entlang der Schrebergärten verlegt werden - Privatgrundstücke sollen möglichst nicht beteiligt werden. Der Weg der einen Meter tief liegenden 20-Kilovolt-Kabel sei aber im Moment noch variierbar, sagte Bögelein. Die Arbeiten sollen etwa eine Woche dauern. Dem Antrag über den Verlauf der Kabeltrasse wurde im Rat einstimmig zugestimmt.
Eine weitere Abstimmung gab es über eine Beteiligung der Ortsgemeinde an der „Gedea Ingelheim“. Mit 5 000 Euro will die Gemeinde Gesellschaftsanteile der Firma erwerben. Auch die Verbandsgemeinde Rhein Nahe sei gerade dabei, der Firma im Rahmen der erneuerbaren Energien beizutreten. „Ein Contracting Model wurde bereits ausgearbeitet“, erläuterte Verbandsbürgermeister Franz Josef Riediger. Der Antrag wurde vier Gegenstimmen angenommen.
Für Diskussionsstoff sorgte der Antrag der CDU-Fraktion betreffend der Fitnessgeräte für Senioren. Der Antrag stieß im Rat zwar auf eine positive Resonanz, bezüglich der Finanzierung und Umsetzung gab es allerdings Bedenken. „Die Pflege der neu geschaffenen Angebote ist die Voraussetzung für jedes Projekt. Die Frage ist, ob diese gewährleistet ist“, meinte Dr. Ulrich Hochgesand (FDP). Helmut Schmitt (FWG) ergänzte: „ Es muss zunächst ein Konzept mit Werbung oder Vorführungen entwickelt werden, damit die Geräte auch tatsächlich genutzt werden.“ Schließlich einigte man sich darauf, dass ein Ausschuss, mit Teilnahme des Seniorenbeirats, installiert werden soll, der den Antrag prüft.
Die bereits in der vorangegangenen Sitzung diskutierte Vereinbarung zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Ortsgemeinde bezüglich der Nutzung des Kirchplatzes konnte nun zum Abschluss gebracht werden. Die Frage nach der Haftungspflicht wurde geklärt. So hafte die Kirchengemeinde, wenn es sich um eine kirchliche Veranstaltung handle, in sonstigen Fällen haftet die Ortsgemeinde. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Der Sachstandsbericht über den Verkauf der gemeindeeigenen Baugrundstücke in den Baugebieten Waldstraße I und Waldstraße II gab Auskunft über die freien Baugrundstücke sowie dessen Wert. So seinen 8 343 Quadratmeter frei, dies entspreche rund 1,043 Millionen Euro.

