„Wie die Wangen der Loreley“
02.07.2010 - MITTELRHEINTAL
Von Alice Alexander
ZÜCHTUNG Welterbe-Rose vorgestellt und schon fast vergriffen
Die Welterbe-Rose „Zauber der Loreley“ ist erst vor wenigen Tagen in den Rheinanlagen in Braubach getauft und der Öffentlichkeit vorgestellt worden und dennoch schon fast vergriffen. Warum das so ist, kann die Inhaberin der einzigen Verkaufsstellen im Landkreis Mainz-Bingen, des Geschäftes „Terracottage“ in Bacharach und Henschhausen, nur vermuten: „Die Rose ist eine Botschafterin der Rheinromantik und deshalb so beliebt“, begründet Manuela Dobroschke die Popularität der Welterbe-Rose.
Hinzu kommt: Diese Rose kann sowohl als Strauch-, als auch als Kletterrose Verwendung finden und ist ziemlich robust. „In den ersten zwei Tagen, noch vor der offiziellen Taufe, hatte ich bereits 26 der mir zugeteilten 40 Rosen verkauft, derzeit habe ich noch drei im Angebot.“ Wenn die weg sind, müssen sich die Rosenliebhaber in Geduld üben. „Eine Nachlieferung ist erst Ende August oder Anfang September möglich“, sagt Manuela Dobroschke. Dann ist allerdings auch die optimale Pflanzzeit. Vorbestellungen werden gerne entegegengenommen unter www.terracottage.de.
Die Gartenarchitektin beschreibt die Farbe der „Zauber der Loreley“ gerne als die „erröteten Wangen der Loreley“, weil die Rose cremeweiß und gelbrundig und mit zartrosa Rändern ist, wobei der hellgelbe Grund an das goldblonde Haar der Loreley erinnert. Der Duft der Rose ist angenehm, die Form edel. Besonders zur Geltung kommen soll die Rose im nächsten Jahr bei der Bundesgartenschau in Koblenz. Dann, so hoffen die Verantwortlichen des Zweckverbandes Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal, wird auch das internationale Publikum begeistert sein.
Für den Vorsitzenden des Zweckverbandes, Landrat Günter Kern aus dem Rhein-Lahn-Kreis, und seine Vorstandskollegen ist der sich schon jetzt abzeichnende Erfolg der Welterbe-Rose ein weiterer Beweis dafür, wie sehr sich das Gemeinschaftsgefühl im Mittelrheintal seit der Anerkennung als Welterbe durch die Unesco entwickelt hat. „Durch zahlreiche gemeinsame Projekte, Aktionen und jetzt auch die Welterbe-Rose zeigen die Verantwortlichen, aber auch die Bürger im Tal, das der Gemeinsinn im Tal immer stärker wird. Das, Kirchturmdenken’ gehört längst der Vergangenheit an, alle haben begriffen, dass wir nur zusammen Erfolg als Unesco-Welterbe haben werden“, so Günter Kern. „Die Welterbe-Rose ist da nur ein kleiner, aber besonders schöner Baustein. Jeder der diese Rose bei sich in der Gemeinde, in der Stadt oder im eigenen Garten pflanzt, zeigt damit auch, dass er ein wenig stolz ist auf unser gemeinsames Welterbe Oberes Mittelrheintal.“
Zwei Jahre hat die Züchtung und Vermehrung der eigens für das Mittelrheintal geschaffenen zart blühenden Rose gedauert, ein Aufwand, der sich gelohnt hat, denn selten stieß eine Aktion des Zweckverbands auf ein so großes Echo wie jetzt die Taufe und der offizielle Verkaufsstart der Welterbe-Rose „Zauber der Loreley“ in den Braubacher Rheinanlagen. Züchter ist Ralf Zerwes aus Boppard.

