Anonyme Rasenbestattung
02.09.2010 - OCKENHEIM
GEMEINDERAT Neues Friedhofskonzept in Ockenheim einstimmig verabschiedet
(gz). Mit dem Thema „Friedhofsgestaltung, Friedhofssatzung und Friedhofsgebührensatzung“ hatte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Besondere Berücksichtigung fand dabei die Kastanie als Naturdenkmal. Bei den umfangreichen Planungen ist, so Bürgermeister Arnold Müller, deutlich geworden, dass Bestattungsmöglichkeiten auf dem „alten Friedhofsteil“ nur noch in eingeschränktem Umfang möglich sind. Um die Erhaltung des Wurzelwerks des Baumes nicht zu gefährden, sind rund um die Kastanie lediglich noch Urnenbestattungen machbar. Deshalb mache eine umfangreiche Neugestaltung dieses Friedhofteils keinen Sinn.
Für den neuen Friedhofsbereich, der sich insbesondere seitlich und hinter der Friedhofskapelle befindet, sei eine Neugestaltung auf den Weg gebracht. So könne man jetzt zwischen unterschiedlichen Urnenbestattungen wählen. Neben Urnengräbern stehen jetzt auch Urnenstelen mit derzeit 14 Kammern zur Verfügung. 14 weitere Urnenkammern seien in Vorbereitung und würden, so Müller, noch im September fertiggestellt.
Des weiteren, so der Ortschef, sei jetzt auch die anonyme Rasenbestattung von Urnen möglich. 18 Röhren seien dazu bereits angelegt. Außerdem stehen 18 Grabstätten auf der Rasenfläche zur Verfügung, die jeweils mit einer Granitplatte abgedeckt und mit Namen gekennzeichnet werden sollen. Schließlich sieht das von Arnold Müller vorbereitete Konzept auch Baumbestattungen vor. Dazu seien bereits 18 Röhren baumnah in den Boden eingebracht worden. Bereits zu Lebzeiten könne man sich ein Urnenplatz erwerben, stellte der Bürgermeister abschließend fest.
Frank Schneider (BWO) brachte seine Freude zum Ausdruck, dass nunmehr endlich auch andere Arten der Bestattungen in Ockenheim möglich seien. Karsten Bellenbaum, Fraktionsvorsitzender der CDU, dankte Bürgermeister Arnold Müller für die Vorbereitung der neuen Satzung und die Gestaltung des Friedhofkonzeptes. Die CDU sei seinerzeit gegen die Errichtung einer Urnenwand, nicht jedoch gegen Urnenbestattungen gewesen. Man habe sich schon vor Jahren um gestalterisch anspruchsvollere Lösungen und eine Gesamtkonzeption Gedanken gemacht. Irmgard Göllner (SPD) lobte die „gelungene Gestaltung und Ausführung der Bestattungsmöglichkeiten“.
Mit einem einstimmigen Ja zeigte der Gemeinderat seine Zufriedenheit mit der Friedhofskonzeption sowie der Neufassung der Friedhofssatzung sowie der Friedhofsgebührensatzung.

