Stramme Waden und ein kräftiger Antritt
12.09.2011 - GAU-ALGESHEIM
Von Klaus Rein
VOLKSRADFAHREN RSV Gau-Algesheim lädt zur 37. Auflage des sportlichen Großereignisses / Neue attraktive Strecken und Medaillen für Teilnehmer locken
Sie besucht die 8. Klasse des Sebastian-Münster-Gymnasiums, wohnt in Gau-Algesheim - und geht in die Geschichte des RSV-Volksradfahrens ein: Feona Fuchs trat als 30 000 Teilnehmerin bei der insgesamt 37. Auflage des größten Radlertreffs des Landes in die Pedalen. Als 2. Vorsitzender des Radsportvereins konnte Norbert Diehl um 10.15 Uhr diese Erfolgsmeldung notieren. Pünktlich um 9 Uhr hatte Stadtbürgermeister Dieter Faust die ersten Starter auf die Rundtour geschickt. Von diesem Zeitpunkt an hallten immer wieder Schüsse durch die Appenheimer Straße. RSV-Chef Hermann Schön wies an Start und Ziel die Teilnehmer auf die neuen Strecken hin, die erstmals die Bundesstraße 41 mieden. Zwei Wege standen zur Wahl: 26 Kilometer nach Ingelheim und zurück auf meist auto- und steigungsfreien Pisten, rund 45 Kilometer dagegen die „Obstroute“ um die beiden Nachbarstädte mit Anstiegen von insgesamt 420 Metern
Für den RSV Gau-Algesheim waren rund hundert Helfer aus Verein, Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz im Einsatz. Begonnen hatte der Aufbau bereits am Freitag, am Samstag hatte Pfarrer Henning Priesel im Vorlauf zum Volksradfahren 30 Fahrräder und Rollatoren gesegnet. Als die letzten Radler gestern gegen 11.15 in Richtung Ingelheim rollten, hatten Sonnenschein und gelegentlicher Regen das volkssportliche Großereignis begleitet.
Mit von der Partie Verbandsbürgermeister Dieter Linck, Dieter Faust und sein Ockenheimer Kollege Arnold Müller sowie Mitglieder des Stadtrats, aber auch spontane Gruppen wie die „Coolen Mädels“. Wer die Strecken bewältigte, konnte an der RSV-Halle eine Medaille in Empfang nehmen. Gewidmet dem 60. Fest des jungen Weines, war sie der milieugerechte Schmuck für erfrischende Besuche im Parkplatz-Biergarten.
In der Halle selbst genoss wie viele Gäste auch Rheinhessens Fahrrad-Papst Heinz-Egon Rösch Kaffee und Kuchen. Ohne Stärkung kam der Beigeordnete Joachim Cohausz aus. Denn er begnügte sich mit der Berg-Testfahrt auf einem E-Bike. Sein Kommentar: „Ein Kinderspiel, den Blätterweg hoch zu fahren.“

