(red). Der Mythos Wikinger war es wohl, der viele Besucher aller Altersstufen zum 62. SGG-Forum gelockt hatte. Dem ehemaligen Schüler des Stefan-George-Gymnasiums und heutigen Direktor des Historischen Museums der Pfalz Speyer, Dr. Alexander Koch, gelang es, das Plenum auf eine spannende Reise in die Vergangenheit mitzunehmen und zugleich Appetit zu machen auf einen Besuch der aktuellen Ausstellung "Die Wikinger" in Speyer. Der Vortrag Kochs vermochte überzeugend zu vermitteln, dass die Wikinger nicht nur Plünderer und Brandschatzer waren, sondern auch geniale Schiffsbauer, Gründer neuer Reiche in Ost und West, wagemutige Entdecker und Besiedler neuen Landes. Außerdem waren sie versierte Händler, die Handelsbeziehungen von Bergen bis Bagdad und von Irland bis Taschkent unterhielten und nicht zuletzt feinsinnige Kunsthandwerker waren, was auch viele der ausgestellten Grabbeigaben in der Speyerer Ausstellung augenscheinlich belegen. Das Historische Museum der Pfalz trennt in seiner Sonderausstellung "Die Wikinger" die historischen Fakten vom Mythos. Die Ausstellung stellt die Kultur und Gesellschaft der skandinavischen Länder und die Verbindung mit Europa in der Zeit von etwa 800 bis 1100 nach Christus dar. Dabei bezieht die Ausstellung auch die neuesten Forschungsergebnisse mit ein. Schulleiter Oschewsky versäumte es nicht, auf das nächste SGG-Forum am 3. März am Stefan-George-Gymnasium mit Dr. Eugen Drewermann zum Thema "Von der Macht des Geldes oder Ökonomie des Märchens" aufmerksam zu machen.

