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Bingen 

Schüler und Eltern werden gehört

20.01.2011 - BINGEN

SCHULWEGE Fragebogenaktion soll Aufschluss über Sicherheitslücken geben

(red). Um entsprechend des Bauausschussbeschlusses das Thema Schulwege auch weiterhin gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schüler der Schulen im Binger Stadtgebiet zu erörtern, wurde nun dieses Beteiligungsverfahren gemeinsam von Oberbürgermeisterin Collin-Langen und von Bürgermeister Thomas Feser sowie den im Stadtrat vertretenen Fraktionen fortgesetzt.

Der Leiter der Tiefbauabteilung, Jürgen Ries, sagte, dass die turnusmäßigen Wegekontrollen nicht nur die Erfassung von Straßenschäden zum Gegenstand haben, sondern dass dabei auch der gesamte Straßenraum mit Fuß- und Radwegen beobachtet werde. Die im Zuge des Ausbaus der Schloßbergstraße beschlossene Verkehrskonzeption für den innerstädtischen Bereich zwischen Stefan-George-Straße und Mainzer Straße beinhalte auch die Datenerhebung, wie die innerstädtischen Schulen von den Schülern erreicht werden. Hierbei wird die Stadt von den betroffenen Schulen und deren Schülern unterstützt.

Aufgrund der bisherigen Rückläufe erwartet die Stadtverwaltung etwa vier- bis fünftausend ausgefüllte Fragebogen, die dann auszuwerten sind. Als besonders aufwändig wird die Erfassung der einzelnen Fußwege der Schüler bewertet.

Bürgermeister Thomas Feser versprach, die Ergebnisse der Erfassung nicht nur im Bauausschuss, sondern auch im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zu erörtern. Die Ergebnisse der Erörterungen werden dann dem Bauausschuss vorgestellt.

Der Leiter der Stadtwerke, Dieter Birkholz, erwähnte, dass Schüler über das angebotene Schulbusnetz hinaus das Linienangebot nutzten und dabei durchaus auch unterschiedliche Wege zur Schule wählen. Birkholz wies darauf hin, dass gerade der Schulbusbetrieb so geplant sei, dass die Restwegestrecken zu den Schulen möglichst sichere Wege darstellen. Dagegen würden Haltestellen des Linienverkehrs eben auch die Interessen der übrigen ÖPNV-Nutzer berücksichtigen.

Der Elternvertreter des Stefan-George-Gymnasiums (SGG), Werner Velten, wies darauf hin, dass jahreszeitlich bedingt sich bei den Schülern die Wahl des Schulweges verändere. Aus der Elternschaft der Hildegardisschule wurde der Hinweis gegeben, auch verstärkt auf die Schaffung von Radwegen zu achten.

Dem Vorschlag, dass neben den Omnibussen der Stadtwerke auch die Omnibusse der ORN die im Rahmen des Ausbaus der Schlossbergstraße ausschließlich die als Aussteigemöglichkeit eingerichteten Ersatzhaltestellen in der Gaustraße bzw. Mainzer Straße, Höhe Altenheim St. Martin, anfahren können, konnte bedauerlicherweise nicht gefolgt werden. Seitens des Ordnungsamtes wurde erläutert, dass bei einer solchen Regelung durch die fast zeitgleich ankommende hohe Zahl der Busse im morgendlichen Berufsverkehr erhebliche Verkehrsbehinderungen zu erwarten sind. Auch das zeitweise Erliegen des Verkehrs ist nicht auszuschließen.

Die Schulleitung des SGG berichtete, dass es öfter vorkomme, dass Busse, die die Schüler zum Beispiel für den Schwimmunterricht an der hierfür vorgesehenen Haltestelle im oberen Bereich der Schloßbergstraße abholten, an der Abfahrt in Richtung Waldstraße gehindert seien. Verursacher seien zwischen Franz-Burkhart- und Waldstraße parkende Fahrzeuge. Den Wunsch des SGG nach einer Wegweisung zur Schule, ähnlich wie für das Higa, wird die Verwaltung prüfen.

Das nächste Treffen soll am 4. Mai stattfinden.

Die Schloßbergstraße ist fertig gestellt. Vorausgegangen waren kontroverse Diskussionen um die Busandienung.	Foto:  Stadt Bingen

Die Schloßbergstraße ist fertig gestellt. Vorausgegangen waren kontroverse Diskussionen um die Busandienung. Foto: Stadt BingenVergrößern

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