LEHRERKABARETT "DiTaktiker" des SGG singen und spaßen in ausverkauftem Saal
(red). "Allein in einem Klassensaal, wenn keiner zuhört - welche Qual, ab 30 Schülern ist´s erst richtig fein. Kleine Kurse woll´n wir nicht - auch wenn´s am Intellekt gebricht: Vor allem groß muss eine Klasse sein!" Wenn solche Verse gesungen werden, wissen Eingeweihte, dass das Lehrerkabarett "DiTaktiker" am Werk ist. In nur vier Tagen waren die 600 Karten für die Vorstellungen ausverkauft.
Abwechslungsreich und mit Tempo legten die 21 Mitglieder von Kabarett und Chor ein Programm auf die Bretter, das kaum Zeit zum Durchschnaufen ließ. Musikalische Nummern wie der Liedbeitrag "Hier am SGG freitags um eins" von Jochen Willwer, in Begleitung von Thorsten Kagels, in dem das lange Warten auf den letzten Lateinkurs der Woche auf die musikalische Spitze getrieben wurde, wechselten mit stimmschönen und spitzzüngigen Beiträgen ("Kolleginnenkantate") des Lehrerchors und des Duos Katharina Gießler und Madeleine Schumacher ab ("Verdammt ich brauch euch"), die gefolgt wurden von Gruppenbeiträgen, wie der Sitzung im Bildungsministerium, in der die Lösungen lediglich zu "Ahnen" sind.
Natürlich durften "Frau Rudolph und Frau Wilhelmi" (Micha Rudolph und Volker Wilhelmi) ebenso wenig fehlen wie "Kurt und Madda": In konsequenter Fortsetzung des in den vorangegangenen Jahren entwickelten hintergründigen Schwachsinns, spannen sie (Madeleine Schuhmacher und Micha Rudolph) ihre Geschichten weiter und nahmen weder Rücksicht auf Himmel und Hölle noch auf Chinaaustausch und Alarmanlagen. Letztere bereitet den Lehrern offenbar besondere Probleme und tauchte nicht nur in der Abschlussnummer mit allen Akteuren, sondern gleich in der Eröffnung des Sicherheitsbeauftragten (Bernd Gräßer) auf, der deutlich machte, dass es sich bei den Räumen, in denen die Aufführungen stattfanden, nicht einfach um ein Gebäude, sondern um eine "begehbare Alarmanlage" handele.
Leider ergab die "Evaluation durch ein Mitglied der AQS" (Norbert Thinnes) gegen Ende dann aber doch, dass das Kabarett nicht deren Lach-Standards genüge, was mit Buh-Rufen und mit Wurfgeschossen beantwortet wurde. Bleibt zu hoffen, dass "DiTaktiker" in zwei Jahren wieder ein Programm auf die Bretter stellen - es wäre das zehnte und damit auch ein Jubiläums-Programm.

