(hg). Mit rund 70 Teilnehmern sehr gut besucht war der erste Bürgerabend der neu gegründeten Binger Ortsgruppe der "Piratenpartei". Im bis auf den letzten Platz besetzten Veranstaltungsraum "Zur Stadt Bingen" informierte die Partei über die Zusammenhänge zwischen Internet, Sicherheit und Bürgerrechten. Gut drei Stunden lang gab es Präsentationen, Kurzfilme und Vorträge, immer wieder unterbrochen von Diskussionsrunden. Mit der Resonanz sehr zufrieden zeigte sich der Sprecher der Binger "Piraten", Simon Kissel. Allerdings sei die Zusammensetzung des Publikums doch etwas überraschend gewesen: "Wir hatten unser Programm eigentlich auf ein älteres Publikum ausgelegt", gibt Kissel zu. Ziel sei es schließlich auch gewesen, beispielsweise Eltern mit im Internet surfenden Kindern an die komplexe Materie heranzuführen. Mit einem Altersdurchschnitt von deutlich unter 30 wurde dieses Ziel wohl verfehlt. Der Begeisterung der Teilnehmer tat das aber keinen Abbruch. "Die Piraten schaffen es endlich, auch die Jugend wieder für Politik zu interessieren", findet Stefan Klingler, nach eigenem Bekunden der vermutlich älteste Teilnehmer. Tatsächlich kam es dann auch zu regen Diskussionen gerade unter den anwesenden Schülern und Studenten. Angelo Veltens, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, glaubt, dass die Piraten auch mit der Bundestagswahl ein Zeichen setzen: "Wir stoßen die etablierten Parteien darauf, dass es Zeit für eine Netz- und Bürgerrechtspolitik mit Augenmaß wird." Einen Videomitschnitt der Veranstaltung sowie die verwendeten Vortragsmedien werden die Veranstalter in Kürze auf ihrer Website www.piraten-bingen.de zur Verfügung stellen.

