STADTRAT Rouven Winter stellt sich vor
Auch die Binger Kommunalpolitik geht in die Sommerpause. Eine gute Gelegenheit für die AZ, einmal alle Mitglieder des neu gewählten Stadtrats vorzustellen. Heute kommt Rouven Winter (SPD) zu Wort.
Seit wann engagieren Sie sich bereits in der Kommunalpolitik? Gab es einen Auslöser?
Ich bin 2007 in die SPD eingetreten, weil ich mich politisch engagieren, meine Meinungen und Ideen austauschen wollte. Es war mir wichtig, einfach etwas bewegen zu können. Als ich dann das erste Mal in meinem Ortsverein mitdiskutieren und mitgestalten konnte, habe ich auch erkannt, dass Politik nirgends so unmittelbar und direkt ist, wie in der Kommune. Man kommt hier mit den Leuten direkt ins Gespräch. Nirgends erkennt man Probleme so schnell wie vor der eigenen Haustür.
Was ist so reizvoll daran, Mitglied des Stadtrats zu sein?
Als Mitglied des Stadtrates hat man die Möglichkeit, seine Meinungen, Ideen und Wünsche direkt in die politische Diskussion mit einzubringen. Politik darf aber nicht nur theoretisch sein. Sie muss pragmatisch und umsetzbar sein. Ich finde es reizvoll, Themen und Projekte direkt anzusprechen und zu beobachten, wie die politische Arbeit auch Früchte trägt.
Was bedeutet für Sie der Begriff Fraktionszwang oder unabhängiges Mandat?
Für mich ist es wichtig, zu meinen eigenen Überzeugungen zu stehen und meine politischen Ansichten und Werte entsprechend meiner Überzeugung zu vertreten. Das fängt bereits in der innerparteilichen Diskussion an. Ich habe mich aber natürlich nicht umsonst für die Partei entschieden, bei der ich die meisten inhaltlichen Parallelen sehe.
Was gefällt Ihnen in Bingen am besten, und was würden Sie am liebsten sofort anders machen?
Bingen hat viel Potential und kann viel erreichen. Wir haben viel zu bieten, aber müssen uns noch anstrengen, dieses Potential voll auszuschöpfen. Wir brauchen ein klares Profil. Wenn wir eine Tourismus-Stadt sein wollen, müssen wir zeigen, warum man uns besuchen soll. Mit der LGS wurde einiges erreicht, aber das darf erst der Anfang gewesen sein. Wirtschaftlich haben wir noch einen großen Nachholbedarf. Unser Haushalt weist einen enormen Schuldenberg auf, hier müssen wir etwas tun. Unsere Gewerbeflächen müssen bestmöglich genutzt werden, die Innenstadt muss wirtschaftlich attraktiver werden.
Was wollen Sie in den kommenden fünf Jahren für Bingen erreichen?
Mir ist wichtig, mehr Transparenz zu schaffen. Wir müssen erreichen, dass Bürger wissen, was vor sich geht. Sie müssen wissen, ob und wie ihre Interessen vertreten werden, wie Politik, Verwaltung für sie arbeiten. Die SPD hat in ihrem Wahlprogramm wichtige Projekte angesprochen, die wir umsetzen wollen.
Die Fragen stellte
Lena Fleischer

