Kreuznacher Stadtwerke richten zwölften Wettbewerb "Jugend forscht" aus / Im Februar wird es ernst
/BAD KREUZNACH (els). "Du willst es wissen!" lautet in diesem Jahr das Motto des Wettbewerbs "Jugend forscht". 97 Teilnehmer gehen im Regionalwettbewerb in Bad Kreuznach den Phänomenen von Natur und Technik ganz genau auf den Grund. 86 kleine Forscher haben sich mit 33 Arbeiten in der Altersgruppe "Schüler experimentieren" (bis 14 Jahre) beworben. Bei den 15 bis 21-Jährigen präsentieren 29 Teilnehmer mit 19 Arbeiten ihre Forschungsergebnisse.
Die 27-köpfige Jury erhielt jetzt ihre Arbeiten und hat vier Wochen Zeit, sie zu bewerten. Die Juroren kommen aus Schulen, von der Hochschule oder der freien Wirtschaft. Doch wer ganz oben auf dem Treppchen steht, wird erst am 25. Februar entschieden. An diesem Tag bauen die Teilnehmer ihre Stände im Autozentrum Fleischhauer auf und präsentieren der Jury ihre Arbeiten. "Diese Präsentation ist das wichtigste", erklärt Hellen Ossmann, Studiendirektorin am Stefan-George-Gymnasium in Bingen. Seit acht Jahren organisiert sie den Wettbewerb und weiß: "Für die Kinder ist es ein Erfolgserlebnis, aber auch ein Gemeinschaftserlebnis." Denn gerade die jüngeren Teilnehmer arbeiten häufig gemeinsam an einem Projekt. So auch Daniela Tran (12 Jahre), Anne-Sophie Winter (12) und Luisa Mackeprang (11) vom Gymnasium an der Stadtmauer. Sie haben zusammen eine Apfelmaschine entworfen. Ihr Mitschüler Pascal Lindemann (11) und Niklas Daugherty (11) präsentieren eine Alarmanlage. Juri Monath (11) stellt einen Bakterienfilter vor und Susanne Messer einen effizienten Nussknacker. Sie alle sind bei "Schüler experimentieren" am Start. Bei "Jugend forscht" stellt Sebastian Fach vom Gymnasium am Römerkastell sein Modell der Datenkompression vor.
Andere Forscher schickten einen "Energieschnüffler" in ihre Schule, stellen auf dem Wettbewerb ihre "Zumüllen-Company" vor und machten sich auf die Spur des "Schokoladengeheimnisses" oder konstruierten eine total verdrehte Solarstadt und zeigten ihren Weg zum Schulnavigationssystem auf.
Seit zwölf Jahren richten die Kreuznacher Stadtwerke als Patenfirma gemeinsam mit einem einmaligen Sponsorennetzwerk den Wettbewerb aus. "Wir beschäftigen selbst Ingenieure und Naturwissenschaftler, da liegt es nahe, den Nachwuchs zu fördern", sagt Marianne Reuter-Benz von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. An einige ganz besonders pfiffige Arbeiten kann sie sich noch gut erinnern. Etwa an einen ein speziellen Schraubenzieher, für den die Jugendlichen sogar ein Patent angemeldet haben.
Wie ausgefallen die Ideen der kleinen Forscher in diesem Jahr sind, zeigt sich dann im Februar. Bereits morgens ab 7 Uhr sind die Teilnehmer auf den Beinen, um ihre Präsentation vorzubereiten und in den anschließenden Gesprächen die Jury zu überzeugen, die am Mittag ihr Urteil fällt. Anschließend können Freunde, Familie und Interessierte die Projekte der Teilnehmer bewundern. Bevor im Kino die große Feierstunde stattfindet. Wer an diesem Regionalwettbewerb ganz oben auf dem Treppchen steht, kann beim Landesentscheid erneut um die Forscherkrone kämpfen.

