Gemeinsam gegen Leerstände
04.01.2012 - BINGEN
EINZELHANDEL FDP fordert Wirtschaft auf, zusammen mit der Verwaltung für Abhilfe zu sorgen
(red). Das Engagement von Friseur Harald Reitemeyer, gegen die Leerstände in Bingen verstärkt anzugehen (wir berichteten), wird von der FDP-Stadtratsfraktion „mit Freude und Lob zur Kenntnis genommen“. Sie fordert die Binger Wirtschaft auf - vor allem den Einzelhandel - ebenfalls die Initiative zu ergreifen, um gemeinsam mit der Stadt für Abhilfe zu sorgen.
Wettbewerb durch „Neue Mitte“ als Ansporn
Dass es in Ingelheim mit der „Neuen Mitte“ weiteren Wettbewerb in der Region gebe, sollte als Ansporn angesehen werden, ebenfalls aktiv zu werden, so die FDP. „Dass die Fußgängerzone in die Jahre gekommen ist, kann niemand leugnen“, betonen die Freidemokraten. Gerade bei der Gestaltung der Binger Innenstadt sollten aber auch neue Ideen diskutiert werden, insbesondere die Frage, ob eine Fußgängerzone in der vorhandenen Art und Weise noch der Weisheit letzter Schluss ist. Frankreich gehe hier in vielen Städten einen anderen Weg und öffne die Innenstädte in einer für Fußgänger sehr angepassten Art wieder dem Pkw-Verkehr.
„Parkraum ist der Innenstadt im Prinzip ausreichend vorhanden, an Samstagen sogar kostenlos“, unterstreicht die FDP.
Mit dem Fassadenprogramm und dem Programm zur energetischen Sanierung habe die Stadt zudem wichtige und richtige Zeichen für Hauseigentümer und Investoren gesetzt.
Die Aktionen in der Adventszeit, vor allem der Weihnachtsmarkt am Freidhof und das mittelalterliche Treiben auf dem Neffplatz hätten gezeigt, dass viele Konsumenten den Weg nach Bingen finden, wenn etwas geboten wird.
„Entscheidend für die Zukunft wird sein, Ankerangebote in die Stadt zu holen“. Mit den Eigentümern der Leerstandsgeschäfte müsse vereinbart werden, dass die Schaufenster nicht beklebt oder die Ladenräume von außen als leer oder noch schlimmer, als unaufgeräumt und verkommen, erkannt werden.
Rheinbrücke als eine Initialzündung?
„Was für Bingen als Mittelzentrum und Einkaufsstadt aber sicherlich von erheblicher Bedeutung für die Zukunft sein wird, ist die Frage der Rheinbrücke, die mit der neuen Koalition auf Kreisebene wieder mehr in den Focus gerückt ist. Eine Brücke könnte wie eine Initialzündung wirken“, so die FDP.

