Landschaftspfleger auf vier Beinen
09.09.2010 - WALLHAUSEN
JOHANNISBERG 300 Merino-Schafe und 20 Ziegen weiden auf den Querterrassen
(jä). Neben den im Frühjahr angelegten Querterrassen im Johannisberg weiden jetzt Schafe und Ziegen. Schäfer Peter Boettge von der Schäferei Daxweiler ist mit den vierbeinigen Landschaftspflegern - 300 Merinoschafe und 20 Ziegen - vom Weinberger Hof bei Stromberg an einem Tag nach Wallhausen gewandert. Etwa zehn Hektar innerhalb der großen Flurbereinigungsmaßnahme zur Förderung des Steillagenbaus sind für die Beweidung vorgesehen. Die Schafe und Ziegen halten Naturschutzflächen und aufgelassene Weinberge frei. Indem sie die Vegetation in den sogenannten Drieschen kurz halten und alte Weintriebe abfressen, verhindern sie die Ausbreitung von Krankheiten auf benachbarte Weinberge. Außerdem werden die besonderen Tier- und Pflanzengesellschaften, deren Lebensraum Trockenmauern und Halbtrockenrasen sind, durch die Beweidung geschützt. Dazu gehören unter anderem wärmeliebende Tiere wie Eidechsen und Ödlandschrecken. Schäfer Boettge: „Auch für Wanderer ist es angenehmer, sich in einer von der Schafweide geprägten offenen Landschaft zu bewegen, als in einem verbuschten, dunklen Gelände.“

