Beteiligt sich Land an der Sanierung?
08.02.2012 - WALLHAUSEN
Von Christine Jäckel
RAT Kanal in zwei Straßen in Wallhausen ist mit Schotter zugeschwemmt / Überschuss im Forstetat
Ein Oberflächenwasserkanal in der Windesheimer Straße/Mühlenstraße muss in einem Abschnitt saniert werden. Wie Ortsbürgermeister Franz-Josef Jost vor dem Gemeinderat ausführte, ist ein Teilstück des im Eigentum der Gemeinde befindlichen Kanals mit Schotter zugeschwemmt. In der Folge kommt es immer wieder zu Überschwemmungen im Keller eines Anwesens in der Mühlenstraße. Die Kostenschätzung für die Sanierungsmaßnahme beläuft sich laut Ingenieur Fredy Barth auf rund 25 000 Euro.
Da der Kanal zum Teil Außengebietswasser, zum Teil das Wasser von der Kreisstraße aufnimmt, habe man bereits einen Ortstermin mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) durchgeführt. Wie LBM-Leiter Norbert Olk signalisiert hat, wird im nächsten Schritt über eine Beteiligung und eine Einleitungsgebühr mit dem Kreis verhandelt. „Zunächst geht die Ortsgemeinde in Vorlage, um den Kanal wieder herzustellen“, sagte Ortsbürgermeister Jost.
Ein sehr erfreuliches Ergebnis weist der Forsthaushalt 2011 mit einem Überschuss von rund 90 000 Euro aus, wie Revierförster Werner Proske den Ratsmitgliedern eröffnete. Der Weihnachtsbaumverkauf auf dem Ketzeberg schlägt dabei mit einem Anteil von etwa 43 000 Euro zu Buche. Ob der Erlös in den kommenden Jahren ebenso hoch ausfallen wird, sei fraglich, da man voraussichtlich Bäume zukaufen müsse, hob Proske hervor.
Für das Forstwirtschaftsjahr 2012 ist ein Einschlag von insgesamt 790 Festmeter Holz geplant, damit bleibt man laut Proske noch 200 Festmeter unter dem Soll der Einrichtung. Die Einnahmen sind mit 86 497 Euro eingeplant, zu den Ausgaben von 91 888 Euro gehören unter anderem Maßnahmen wie Freistellung von Beständen, Biotopschutz und Wegeunterhaltung. Revierförster Proske zeigte sich zuversichtlich, dass das geplante Defizit so nicht eintreten wird, sondern ein Haushaltsausgleich erzielt wird. Die Ratsmitglieder hatten zuvor die Weihnachtsbaumkultur in Augenschein genommen.
An der Pflanzgartenhütte wurde außerdem der neue Fuhrpark der Gemeinde vorgestellt. Wie der Ortsbürgermeister informierte, konnte das Pritschenfahrzeug für 14 500 Euro und ein Traktor mit Zubehör für 47 500 Euro beschafft werden.

