Mit Rettungsschere und Spreizer
13.04.2010 - RÜDESHEIM
ÜBUNG Feuerwehreinheiten aus Rüdesheimer Gemeinden proben die technische Unfallhilfe
(red). Die Feuerwehren rund um Rüdesheim sind durch die Bundesstraße 41 und den Autobahnzubringer L 236 zur A 61 stark gefordert. Bereits mehrfach wurden die Aktiven des Ausrückebereichs Rüdesheim, dem sechs Einheiten angehören, in diesem Jahr zu Unfällen auf den beiden Strecken alarmiert. Grund genug für die Verantwortlichen, ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung in technischer Unfallhilfe zu legen. Gemeinsam übten 36 Aktive aus Rüdesheim, Hargesheim, Hüffelsheim, Mandel und Weinsheim nun die patientengerechte Rettung von eingeklemmten Personen mittels hydraulischem Rettungsgerät.
Gruppenführer Martin Barth aus Rüdesheim hatte als Initiator der Ausbildungseinheit gemeinsam mit dem Rüdesheimer Wehrführer Harald Pleines zwei Übungsszenarien auf dem Feuerwehrgelände in Rüdesheim vorbereitet. Unter Anleitung der beiden erfahrenen Ausbilder galt es an der ersten Station, ein auf der Seite liegendes Auto gegen Umfallen abzusichern, um im Anschluss die eingeklemmten Unfallopfer mit der Rettungsschere und dem Spreizer befreien zu können.
Am zweiten Übungsort war ein Auto unter einen Lkw-Auflieger gefahren war, der Fahrer im Beinbereich schwer eingeklemmt. Um den Patienten so schonend wie möglich zu befreien, wurde das Unfallfahrzeug mit Schere, Spreizer und den hydraulischen Zylindern regelrecht „filetiert“. Nachdem das Dach entfernt war, wurde der Motorblock von den Beinen weggedrückt und der Eingeklemmte mit dem Rettungsbrett aus dem Fahrzeug gehoben. Die beiden Ausbilder gaben hilfreiche Tipps im Umgang mit den Geräten und betonten, wie wichtig die Absprache mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt bei der Befreiung von eingeklemmten Unfallopfern sei. Auch die Aufstellung der Fahrzeuge der Ortswehren an der Unfallstelle muss gezielt erfolgen, damit die Fahrzeuge des Rettungsdienstes und der Wehren mit den benötigten Geräten bis zur Unfallstelle durchfahren können.

