Windesheim soll lebendiger werden
15.03.2010 - WINDESHEIM
Von Jens Fink
RAT Viele Ideen für Dorferneuerung
Das Dorferneuerungskonzept sollte neu belebt werden. Diese Meinung vertrat Friedrich Hegemann (Grüne) und legte dem Gemeinderat ein entsprechendes Konzept vor. Arbeitsgruppen sollten Lösungen finden, wie der Ort optisch attraktiver werden könne. Die bereits vorhandenen Bäume in der Bahnhofstraße könnten etwa zu einer Allee ausgeweitet werden. Ein Dorfladen und andere Infrastrukturmaßnahmen sollten dauerhaft "ein lebendiges Umfeld für die Bürger" garantieren. Die Arbeitsgruppen sollten ihre Vorschläge an den Rat weiter leiten, der dann über Projekte entscheide, erläuterte Hegemann.
Die Ideen Hegemanns nahm der Rat positiv auf. Ein von einem Dorfplaner begleiteter Prozess mit in Arbeitsgruppen engagierten Bürgern laufe derzeit viel versprechend in Langenlonsheim ab, informierte Bürgermeister Wolfgang Zimmer. Ortsbürgermeisterin Claudia Kuntze versicherte ihre Bereitschaft, die Dorferneuerung voran zu treiben. Pia Victoria Hegemann (CDU) hoffte, dass sich viele Bürger für solch ein Projekt begeistern ließen und sich engagierten. Der Ortsbürgermeister von Hergenfeld, der in der Dorfplanung Erfahrung habe, ein Dorfplaner sowie der Kreisplaner sollten zu einem Meinungsaustausch in den Rat eingeladen werden, waren sich die Ratsmitglieder einig. Zunächst aber sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, beschloss der Rat. Spontan erklärten sich einige Ratsmitglieder bereit, in solchen Gruppen mitzuarbeiten.
Dass die Züge der Hunsrückbahn mit Tempo 100 durch den Ort rasen werden, kritisierte die CDU-Fraktion. Sie beantragte, zwei Bahnübergänge, die geschlossen werden sollten, nun nicht mehr freizugeben. Für die Anlieger gebe es weder eine Absperrung noch eine Schutzwand gegen die durch den Ort brausenden Züge, begründete Elke Stern (CDU). "Wir müssen zeigen, dass wir uns wehren", bekräftigte Günter Schmidt (Pro Windesheim). Hartmut Kuntze (SPD) gab zu bedenken, dass die Landes- Behörden der Gemeinde etwa mit der geplanten Auffahrt einer Entlastungsstraße auf die L 236 "bereits sehr entgegen gekommen" seien und hatte zudem rechtliche Bedenken. Dass für eine Schutzmauer gegen den Fahrtwind Anlieger bereit wären, Flächen herzugeben, dessen war sich der Beigeordnete Albert Dielhenn sicher. Mehrheitlich stimmten die Ratsmitglieder für den CDU-Antrag, die Bahnübergänge vorerst nicht frei zu geben.
Nahezu sämtliche Fichten im Windesheimer Wald hat Sturm "Xynthia" umgeworfen, informierte Claudia Kuntze. Die gesamte Windwurffläche entspreche 800 Festmetern, also dem Holzeinschlag zweier Jahre. "Dies wird uns erhebliche Verluste einbringen", prognostizierte Kuntze.

