Menschen, Mythen und Mundart
05.01.2011 - SCHWARZERDEN
SWR Fernsehsender widmet seinen „SamstagAbend“ am 15. Januar dem Hunsrück / Interessante Gäste aus der Region
(red). Das SWR-Fernsehen widmet am Samstag, 15. Januar, ab 20.15 Uhr seinen „SamstagAbend“ dem Hunsrück. Dazu hat Moderator Markus Brock eine Reihe von Gästen eingeladen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit dieser Region verbunden sind - unter ihnen Märchenerzählerin Heidi Holzmann aus Schwarzerden, Elke Bolland vom Günderodehaus, der Comedian Holger Müller und der Mundartbarde Martin Weller.
Der Hunsrück gilt heute vor allem bei Wanderern als absoluter Geheimtipp. Denn in diesen Landstrich zwischen Rhein und Saar sowie Mosel und Nahe ist nach dem Abzug vieler militärischer Einrichtungen wieder Ruhe eingekehrt.
Soonwald, Idarwald oder Hochwald mit dem 816 Meter hohen Erbeskopf, dem höchsten Berg in Rheinland-Pfalz, sind beliebte Ziele, die mittlerweile auch über prämierte Abenteuerpfade wie den Saar-Hunsrück-Steig verfügen.
Der Mittelalterpfad rund um das historische Herrstein wurde sogar als bester Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet.
Ein brillanter Kenner dieser Landschaft ist der Journalist und Reiseschriftsteller Uwe Anhäuser aus Bundenbach. Er forscht und schreibt über Geschichte, Geschichten und die Menschen seiner Hunsrücker Heimat, wozu natürlich auch jener Johannes Bückler gehört, der hier vor 200 Jahren als „Schinderhannes“ sein Unwesen trieb.
Für die Sagen und Mythen des Hunsrücks schlägt das Herz der Märchenerzählerin Heidi Holzmann aus Schwarzerden. Sie hat schon etliche Bücher geschrieben, für Kinder, Erwachsene und sogar speziell für Landfrauen, denen Heidi Holzmann auch bei Veranstaltungen aus ihrem reichen Repertoire frei vorträgt. Das hat ihr 2008 den Volkserzählerpreis eingebracht.
Der Comedian und Schauspieler Holger Müller ist vor allem durch die Figur des „Ausbilders Schmidt“ bundesweit bekannt. Als gebürtiger Idar-Obersteiner und gelernter Diamantgutachter hat er noch viele Verbindungen in die Schmuck- und Edelsteinmetropole an der Nahe.
Daniela Groß aus Winterbach, ehemalige Soonwaldfee, ist eine wahre Hunsrückaktivistin. Denn sie hat sich der Initiative „SooNahe“verschrieben, die die Hunsrücklandschaft und ihre ländlichen Produkte noch bekannter machen will. Mittlerweile ist dieses Regionalbündnis im gesamten Hunsrück aktiv.
Mit seiner „Heimat“-Trilogie hat Edgar Reitz dem Hunsrück ein filmisches Denkmal gesetzt. Immer noch kommen begeisterte Filmfans in die Gegend und besuchen die ehemaligen Drehorte. Dazu gehört auch das sogenannte Günderodehaus bei Oberwesel, das im dritten „Heimat“ Teil als Filmkulisse diente. Elke Bolland pflegt in dem Film- und Gasthaus heute die Erinnerung an das gewaltige Epos, das sogar noch einen 4. Teil über die Hunsrückauswanderer nach Brasilien und ihre Nachfahren bekommen soll.
Was wäre der Hunsrück ohne seinen ganz typischen Dialekt? Martin Weller aus Vollmersbach, seines Zeichens singender „Hochwald-Cowboy“ versichert, sogar in „Honsregger Platt“ zu träumen.

