Rhaunens VG-Chef führt nun Förderverein Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße
08.02.2012 - OBERHAUSEN
Von Sascha Saueressig
Der gemeinnützige Förderverein Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße (HSB) hat am Montagabend mit Georg Dräger, Verbandsbürgermeister in Rhaunen, einen neuen Vorsitzenden gewählt.
Beiträge zur Naheland-Touristik, Klassifizierungen für Ferienwohnungen, Messebesuche, eine neue Imagebroschüre und ein 2012 aktualisiertes Gastgeberverzeichnis - die von Geschäftsführerin Verena Lang und Alt-Vorsitzendem Günter Schwenk präsentierten Zahlen und Daten der Arbeit der HSB entsprachen jenen der Vorjahre. Doch nicht nur die Internetseite (Stand 2008) ist ein wenig angestaubt. Nun soll nicht nur der Internetauftritt der Schiefer- und Burgenstraße überarbeitet werden: Neues Personal soll neue Ansätze finden - und die 111 Mitglieder aus Kommunen, Unterkunft- und Gastronomiebetrieben sowie Vereinen sollen sich einbringen. Am besten schriftlich, wie Dräger Bruno Schmitt vom Campingplatz Haumühle empfahl.
Mit Drägers Wahl wird ein Generationenwechsel vollzogen - Kirn-Lands Altbürgermeister Günter Schwenk hatte den Verein seit April 1889 geleitet - und es werden auch neue Impulse gesetzt. „Die Konzentration von Vorsitz und Geschäftsführung in Kirn-Land war nicht so gut“, sagte Kirn-Lands Bürgermeister Werner Müller.
Georg Dräger will nach einer Bestandsaufnahme über die Kostenpositionen neue Anreize schaffen und auch die Mitglieder stärker einbinden. „Erstmals bin ich mit der Hunsrück Schiefer- und Burgenstraße vor einem Dreiviertel Jahr in Berührung gekommen, als die Gemeinde Rhaunen auf mich zukam und sagte, sie wolle aus der HSB austreten“, erklärte Dräger.
Er sei nach Gesprächen mit seinen Amtskollegen Werner Müller und Fritz Wagner übereingekommen, dass man gemeinsam versuchen müsse, neue Wege zu beschreiten. Ein Kernproblem, findet er, sei mangelndes Bewusstsein für die Einzigartigkeit der Region. Ob Vitaltouren oder ein Nationalpark - Kommunen und Gastronomie müssten gemeinsam anpacken. Denn es fehle an Unterbringungsmöglichkeiten.
Ein erster Punkt soll die Berufung einer hauptamtlichen Geschäftsführerin sein, die aus einem Büro in der VG Kirn-Land die touristische Arbeit intensiviert. „Verena Lang hat nicht die Zeit, diese Arbeit nebenbei weiter mitzuerledigen“, sagte Müller. Daher soll in einer weiteren Mitgliederversammlung im März die Satzung geändert werden und die Geschäftsführerin dem Vorstand unterstellt werden. Auf Vorschlag Müllers und Fritz Wagners soll Gabi Vogt diese Funktion übernehmen.
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